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Finanzen

Unternehmen wollen bis 2035 weg von Öl und Gas

wochentlich.deBy wochentlich.de15 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Unternehmen wollen bis 2035 weg von Öl und Gas
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Trotz Iran-Deal

Firmenchefs wollen raus aus fossilen Importen


15.06.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Ingenieur blickt auf Strommasten: Die Elektrifizierung und die Umstellung auf Erneuerbare kommen weltweit voran. (Quelle: Sirinarth Mekvorawuth/getty-images-bilder)

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Eine neue Umfrage unter Unternehmern zeigt, dass die Wirtschaft von fossilen Energien unabhängig werden will. In Deutschland fordern die Firmenchefs mehr Tempo.

Die Energiewende erhält durch einen erneuten Energiepreisschock im Zuge des (nun womöglich beigelegten) Iran-Kriegs einen neuen Schub. Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Public First unter fast 2.000 Unternehmen weltweit hat ergeben, dass 90 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass sie bis 2035 fossile Energien durch Erneuerbare vollständig ersetzt haben werden. Befragt wurden Geschäftsführer und CEOs von Unternehmen mit mindestens einer Million Dollar Umsatz im Jahr in 18 Ländern weltweit.

79 Prozent der befragten Firmenchefs sagten, durch den Iran-Krieg sei die Elektrifizierung – also die Umstellung der Prozesse von Öl, Gas oder Kohle auf erneuerbaren Strom – deutlich dringender geworden als zuvor. 88 Prozent gaben an, dass sie durch die Elektrifizierung eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit erwarten. Eine ähnlich große Mehrheit glaubt auch, ihre Energiekosten dadurch senken zu können. Weltweit fordern 63 Prozent der Unternehmen, dass ihre Heimatländer bis 2035 von fossilen Energien unabhängig werden. Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, dieser Kurs ist allerdings umstritten.

Deutsche Unternehmen fordern klaren politischen Kurs

Mit Blick auf Deutschland richtet sich der Fokus hauptsächlich auf die Energiepreise, die vielen Unternehmen zu schaffen machen. Spätestens seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine sind diese in der deutschen Wirtschaft zum Dauerthema geworden. Wenig überraschend ist es daher, dass die Preise auch in der Umfrage unter den deutschen Unternehmen im Mittelpunkt stehen: 83 Prozent der Befragten glauben, dass die Elektrifizierung ihre Energiekosten langfristig senken würde.

Von den 1.994 Umfrageteilnehmern kamen 106 aus Deutschland.

Damit die Energiewende vorankommt, muss in Deutschland der Strom im Vergleich zu Gas günstiger werden, so die Forderung der Unternehmen. Die Firmenchefs nannten die hohen Strompreise in Deutschland als Hauptgrund für die schleppende Elektrifizierung, obwohl 78 Prozent glauben, dass sie dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern könnten. Deshalb fordern die Unternehmenslenker folgende Maßnahmen von der Politik:

  • Senkung der Systemkosten
  • konsistente politische Unterstützung für die Energiewende
  • stabile regulatorische Rahmenbedingungen
  • schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren
  • schnellere Netzanschlüsse
  • Ausbau und Digitalisierung des Stromnetzes

Die Führungskräfte befürchten allerdings, dass Deutschland bei der Energiewende jetzt schon ins Hintertreffen gerät: 70 Prozent der Befragten teilen diese Sorge.

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