Verbesserte Produkte ab 2027

Hunderte Euro vom Staat: Viele wollen diese neue Altersvorsorge


11.06.2026 – 13:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Zufriedenes Paar: Vor allem Jüngere sind offen für die neue Altersvorsorge. (Quelle: stockphotodirectors/getty-images-bilder)

Ab 2027 kommt das neue Altersvorsorgedepot. Mehr als jeder Zweite kann sich laut einer Umfrage vorstellen, die Förderung zu nutzen.

Ab dem 1. Januar 2027 wird die private Altersvorsorge in Deutschland um eine neue Option erweitert: das Altersvorsorgedepot. Diese Alternative zur bisherigen Riester-Rente und zu anderen geförderten Vorsorgeprodukten soll mehr Flexibilität und Rendite bieten. Eine aktuelle Umfrage des digitalen Vermögensverwalters Quirion zeigt, dass das Interesse an dieser neuen Form der Altersvorsorge bereits groß ist. Zuerst hatte das Portal „ihre-vorsorge.de“ berichtet.

Laut der repräsentativen Befragung, die von puls Marktforschung zwischen dem 30. April und dem 5. Mai durchgeführt wurde, können sich 52 Prozent der Förderberechtigten zwischen 16 und 60 Jahren vorstellen, ein Altersvorsorgedepot zu eröffnen. Besonders hoch ist die Abschlussbereitschaft bei den 16- bis 40-Jährigen: Hier liegt sie bei rund 60 Prozent.

Allerdings sind die Befragten gespalten, was den Zeitpunkt des Einstiegs angeht: Während 46 Prozent planen, die neue Altersvorsorge direkt zum Start am 1. Januar 2027 zu nutzen, möchten ebenso viele zunächst abwarten und Erfahrungswerte sammeln.

Banken und digitale Anbieter bevorzugt

Die Wahl des Vertragspartners zeigt eine klare Präferenz für Banken sowie Neobroker und digitale Vermögensverwalter, die jeweils von 46 Prozent der Befragten bevorzugt werden. Staatliche Träger (44 Prozent) und Versicherungen (40 Prozent) rangieren etwas dahinter.

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Für 59 Prozent der Befragten sind transparente und verständliche Produktinformationen das wichtigste Kriterium bei der Auswahl. Niedrige Gebühren folgen mit 55 Prozent auf Platz zwei, während klare Regeln für die Auszahlung mit 54 Prozent ebenfalls hoch bewertet werden. Eine attraktive Rendite ist mit 48 Prozent zwar wichtig, steht jedoch erst an vierter Stelle. Nachhaltigkeit spielt mit nur elf Prozent eine untergeordnete Rolle.

Geschlechterunterschiede bei der Einzahlung

Die Umfrage zeigt bei der geplanten monatlichen Einzahlung deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Während Männer im Schnitt 223 Euro investieren möchten, planen Frauen lediglich 124 Euro einzuzahlen. Insgesamt liegt der Durchschnitt bei 181 Euro pro Monat.

Um die maximale Grundzulage von 540 Euro im Jahr zu erhalten, müssen Sparer 150 Euro monatlich einzahlen. Beiträge darüber hinaus sind bis zu einer Grenze von 570 Euro im Monat möglich, bringen aber keine zusätzliche staatliche Förderung. Für jedes kindergeldberechtigte Kind sind maximal weitere 300 Euro im Jahr möglich. Dafür ist ein Sparbeitrag von 25 Euro im Monat nötig.

Riester-Verträge: Behalten, übertragen oder ruhen lassen?

Für viele Riester-Sparer stellt sich die Frage, wie sie mit ihrem bestehenden Vertrag umgehen sollen. Laut der Umfrage wollen 26 Prozent der Befragten mit aktivem Riester-Vertrag diesen behalten, aber ruhen lassen, um parallel ein Altersvorsorgedepot zu eröffnen. 22 Prozent planen, ihren Riester-Vertrag in ein Altersvorsorgedepot zu übertragen. Diese Entscheidung kann nach dem Start der neuen Altersvorsorge jederzeit getroffen werden. Sie muss nicht direkt im Januar 2027 erfolgen.

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