Verhör in Gefahr?
Thomas Markle Sr. in Heim für Demenzpatienten
Aktualisiert am 02.11.2026 – 16:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Herzogin Meghans Vater Thomas Markle Sr. scheint wegen Demenz behandelt zu werden. Ein Anwalt erklärt nun, welche rechtlichen Hürden das für das FBI bedeutet.
Thomas Markle Sr. steht im Verdacht, kinderpornografisches Material besessen zu haben. Sein Sohn Thomas Markle Jr. hatte nach Berichten Kisten mit Gegenständen aus dem Besitz des Vaters an Behörden übergeben; anschließend nahm das FBI Ermittlungen auf. Die britische Zeitung „The Sun“ berichtet, der 82-Jährige sei am Freitag in eine auf Gedächtnispflege spezialisierte Einrichtung in Florida verlegt worden.
Der Umzug fiel laut Bericht auf denselben Tag, an dem ein weiterer Fund von mutmaßlichem Missbrauchsmaterial bekannt wurde. Der zweite Fund soll aus einem Lagerraum nahe Markles früherem Wohnort im mexikanischen Rosarito stammen; die „Daily Mail“ berichtet, Reporter hätten dort Fotos und weiteres Material entdeckt, das später von Polizeibeamten sichergestellt worden sei.
Laut Berichten soll es sich dabei um „hunderte, wenn nicht tausende“ von Missbrauchsbildern handeln. Nach Medienberichten laufen die Ermittlungen zudem in der philippinischen Stadt Cebu. Das FBI habe dort Kontakt aufgenommen, hieß es. Der philippinische Polizeisprecher Oberst Allen Rae Co sagte: „Das FBI hat seine Bereitschaft bekundet, uns Unterstützung zu leisten, falls wir bei den Ermittlungen Hilfe benötigen.“
„Jeder Anwalt könnte dieses Verhör für ungültig erklären“
Ein in Florida tätiger Anwalt sieht durch eine Demenzdiagnose erhebliche juristische Hürden für Ermittler. Spencer Kuvin, der nach Angaben der „The Sun“ mehrere Opfer des verstorbenen Finanziers Jeffrey Epstein vertritt, sagte der Zeitung: „Man kann nicht einfach in eine Einrichtung für Menschen mit Demenz hereinplatzen und ein Verhör durchführen. Jeder anständige Anwalt könnte dieses Verhör für ungültig erklären lassen und das FBI weiß das.“
Er erklärte der „The Sun“ zufolge außerdem, Ermittler bräuchten vor einer Befragung ein unabhängiges medizinisches Gutachten und eine richterliche Genehmigung. Nach US-Recht müssten Beschuldigte „bewusst und in voller Kenntnis der Sachlage“ auf ihre Rechte verzichten, bevor Aussagen verwertbar seien. Bei einer Demenzdiagnose sei das schwierig, so Kuvin: „Wurde bei jemandem Demenz oder eine Gedächtnisstörung diagnostiziert, so hindert ihn dies daran, wissentlich auf seine Rechte zu verzichten.“
Markle Sr. wies die Vorwürfe nach Bekanntwerden der Ermittlungen zurück. „Ich bin kein Pädophiler. Ich habe einem Kind noch nie etwas Schlimmes angetan. Niemals“, sagte er. Im Gespräch mit „Daily Mail“ bezeichnete er die Anschuldigungen als „ein Haufen Lügen“ und behauptete, er werde hereingelegt.
