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Gesundheit

Tausenden Arztpraxen droht Rückkehr zum Papier ab 2026

wochentlich.deBy wochentlich.de6 November 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Tausenden Arztpraxen droht Rückkehr zum Papier ab 2026
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Kassenärzte schlagen Alarm

Zurück zum Papierrezept? Das könnte Patienten ab 2026 drohen


06.11.2025 – 09:36 UhrLesedauer: 2 Min.

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Digital sollte alles besser werden: Stattdessen könnte die Umstellung bei E-Rezepten zu Chaos in den Arztpraxen führen. (Quelle: SARINYAPINNGAM/getty-images-bilder)

Ab Januar 2026 könnten viele Arztpraxen keine E-Rezepte mehr ausstellen. Der Grund: Ein technisches Update steht an, aber Tausende Praxen sind nicht vorbereitet.

Eigentlich sollte das E-Rezept den Alltag für Arztpraxen und Patienten erleichtern. Doch nun warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Ab Januar 2026 könnten Tausende Arztpraxen keine digitalen Rezepte mehr ausstellen – der Rückschritt zum Papier droht.

Denn zum Jahresende läuft das bisher genutzte Verschlüsselungsverfahren RSA 2048 aus. Es wird durch das moderne und sicherere ECC-Verfahren ersetzt. Doch viele Praxen sind technisch nicht vorbereitet.

Mehr als 50.000 elektronische Heilberufsausweise (eHBA) sind laut KBV nicht ECC-fähig. Ohne gültige Ausweise können Ärzte keine E-Rezepte, keine elektronischen Krankmeldungen und keine digitalen Arztbriefe mehr erstellen. In der Folge müssten Praxen wieder auf Papierformulare umstellen. Die KBV warnt vor einem „digitalen Stillstand“.

Auch andere Komponenten wie Praxisausweise, Kartenterminals und Konnektoren müssen ersetzt werden. Der Austausch läuft aber schleppend. Ein Anbieter bereitet laut Bundesärztekammer besonders große Probleme. Dort fehlt eine funktionierende Schnittstelle, um die nötige Bestätigung der Ärztekammern einzuholen.

Die Gematik, zuständig für die digitale Infrastruktur, hält dennoch am Zeitplan fest. Die alte Verschlüsselung gilt laut Sicherheitsbehörden als nicht mehr ausreichend sicher. Deshalb sollen alle RSA-basierten Systeme spätestens zum 31. Dezember 2025 abgeschaltet werden.

Die KBV fordert, RSA-Ausweise bis Mitte 2026 weiter zuzulassen. Nur so lasse sich verhindern, dass Praxen in die Papierwelt zurückgeworfen werden. In Ländern wie Frankreich dürfen RSA-Schlüssel noch bis 2030 genutzt werden.

Die Entscheidung liegt nun bei der Bundesnetzagentur. Sie muss klären, ob der Übergang verlängert oder ob das Gesundheitswesen zum Jahreswechsel digital ausgebremst wird.

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