Neue Details zur Amoktat von Stade

Der Täter schickte die Mutter aus dem Raum – dann eskalierte es


03.07.2026 – 19:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Spurensicherung am Tatort: Auch einen Tag nach der Gewalttat sichern Ermittler in Stade weiter Beweise. (Quelle: Kai Moorschlatt/dpa)

Der mutmaßliche Täter von Stade spricht mit den Ermittlern. Neue Details zu dem Amoklauf kommen ans Licht.

Der mutmaßliche Täter von Stade wollte sich offenbar nach seinem Amoklauf das Leben nehmen. Das berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf die Polizei. Sein Selbstmord sei nur daran gescheitert, dass er keine Munition mehr gehabt hatte.

Der 45-jährige Fatih G. steht im Verdacht, am Montag in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen erschossen zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Stade bereits erklärt hatte, war der Tatverdächtige in der Einrichtung zu einem sogenannten Hilfeplangespräch erschienen.

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Er und die Mutter seiner drei Monate alten Tochter hatten zuvor das Sorgerecht für ihr Kind verloren. Wie die Medizinische Hochschule Hannover mitteilte, war gegen die beiden im April ein Verfahren wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen eingeleitet worden. Ein Arzt hatte zuvor an der Tochter ein Schütteltrauma erkannt.

Nach Amokschüssen: Mutmaßlicher Täter von Stade flieht in Mercedes

Laut „Spiegel“ redet der mutmaßliche Täter mit den Ermittlern. Nach dem Bericht geht die Polizei aktuell davon aus, dass die Mutter des Kindes bei dem Gespräch ebenfalls anwesend war – sie sei von G. aber aus dem Raum geschickt worden, bevor die Situation eskalierte. Alle der späteren Todesopfer hätten sich demnach in dem Raum befunden. Wie es zu dem Gewaltausbruch kam, sei noch immer unklar.

Nach der Tat floh G. in einem AMG-Mercedes. Der Wagen wurde offenbar von der Patentante des drei Monate alten Mädchens gefahren – laut „Spiegel“ zwang G. sie mit vorgehaltener Waffe dazu. Die Polizei stoppte das Fahrzeug schließlich, indem Beamte die Reifen zerschossen.

Ein Schild bei deiner Trauerkundgebung in Hamburg: Der Fall löst bundesweit Anteilnahme aus. (Quelle: Bodo Marks/dpa)

Bereits am Donnerstag war berichtet worden, dass es sich bei der mutmaßlichen Fahrerin um die Mutter von dem SPD-Politiker Deniz Kurku handelt. Wie verschiedene Medien berichteten, hatte die Frau wenige Tage vor der Tat an lokale Medien ein längeres Schreiben verschickt, in dem sie G. verteidigt und als liebevollen Vater darstellt.

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