Heftiger Windstoß um 6 Uhr

Fliegendes Dach hinterlässt Tausende Haushalte ohne Strom


Aktualisiert am 25.10.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Trafostation (Symbolbild): Ein Sturm fegt ein Blechdach durch die Luft – es landet in einer Trafostation und sorgt für einen Stromausfall in Freiburg. (Quelle: STAR-MEDIA / Michael Schöne/imago)

Ein Sturm wirft in der Nacht ein Blechdach in eine Trafostation – und legt kurz darauf weite Teile von Freiburg und dem Dreisamtal lahm. Mehrere Tausend Haushalte sind am Sonntagmorgen ohne Strom.

In Freiburg und der umliegenden Region ist es am Sonntag zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Mehrere Tausend Haushalte in der Stadt und im Dreisamtal waren betroffen. Der Energieversorger Badenova Netze ist in allen betroffenen Gebieten vor Ort.

Kurz nach 6 Uhr morgens fegte ein heftiger Windstoß ein Blechdach in eine Trafostation im Freiburger Stadtteil Littenweiler. Das verursachte dort einen Kurzschluss – und löste damit den größten Teil des Ausfalls aus, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Die Bergung des Blechdachs sei aufwendig.

Am frühen Vormittag waren dann die meisten Haushalte in Freiburg und Umgebung wieder am Netz. Nur in Oberried, einer kleinen Gemeinde südöstlich von Freiburg, sei der Strom noch weg, sagte eine Sprecherin des Energieversorgers Badenova. Techniker arbeiten daran, auch für die gut 2.500 Haushalte den Strom wieder herzustellen.

Das Gebiet des großflächigen Stromausfalls um Freiburg

Das Gebiet des großflächigen Stromausfalls im Raum von Freiburg. (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)

Littenweiler war nicht der erste betroffene Ort. Um 3.39 Uhr fiel in Kappel der Strom aus, rund zwei Stunden später traf es Buchenbach und Oberried. Das teilte der Stromversorger Badenova Netze mit. Warum es dort zu Unterbrechungen kam, war zunächst unklar. Einen direkten Zusammenhang mit dem Blechdach in Littenweiler schloss die Polizei nicht aus, bestätigte ihn aber auch nicht.

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Universitätsklinikum Freiburg versorgt nur lebensbedrohliche Fälle

Wegen des Ausfalls besetzte die Feuerwehr ihre Gerätehäuser in den Stadtteilen Ebnet, Kappel und Wiehre als Notrufannahmestellen. Wer in den betroffenen Gebieten Hilfe benötigt, kann sich dort melden, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit.

Das Universitätsklinikum Freiburg erklärte derweil, dass die Notaufnahme der Uniklinik derzeit nur lebensbedrohliche Notfälle versorgen kann. „Alle anderen Patient*innen bitten wir, auf umliegende Notaufnahmen oder Notfallpraxen auszuweichen“, hieß es unter anderem in einem Facebook-Statement der Klinik.

Unwetterwarnung für den Schwarzwald – höchste Warnstufe

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Teile des Schwarzwaldes bereits am Samstag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Die Meteorologen rechnen mit orkanartigen Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde sowie ergiebigem Regen von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter. Die amtlichen Unwetterwarnungen gelten zunächst bis Sonntagabend um 18 Uhr. In exponierten Lagen muss zudem mit schweren Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde gerechnet werden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt in der Region des Stromausfalls, Notrufnummern – 110 für die Polizei, 112 für die Feuerwehr – ausschließlich in echten Notfällen zu wählen, damit die Leitungen frei bleiben. Akkus und Batterien sollten auf das Nötigste beschränkt, alle netzbetriebenen Geräte ausgeschaltet werden. Wer sich über den Stand der Störung informieren will, sollte das Radio nutzen oder die Informationsstellen aufsuchen, die die Behörden eingerichtet haben.

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