Frühzeitige Leberzirrhose
Diese Volkskrankheit könnte das Risiko deutlich erhöhen
22.09.2026 – 16:56 UhrLesedauer: 3 Min.
Mitunter setzt eine Leberzirrhose bei einer sogenannten nichtalkoholischen Fettleber eher ein als gewöhnlich. Ein möglicher Grund: Typ-2-Diabetes.
Die mittlerweile in MASLD umbenannte nichtalkoholische Fettleber geht bei einigen Betroffenen schon vor dem 50. Lebensjahr in eine Leberzirrhose über. Laut einer neuen Studie stehen solche Fälle wohl vor allem mit Typ-2-Diabetes und einer erblichen Veranlagung im Zusammenhang. Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Clinical Gastroenterology and Hepatology“.
Wofür steht MASLD?
MASLD steht für den englischen Begriff „metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease“ und bedeutet metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung. Diese neue Bezeichnung soll unter anderem darauf hinweisen, dass ein gestörter Stoffwechsel (Fachbegriff: Metabolismus) zur Entwicklung der Erkrankung beiträgt.
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Überwiegend ein Problem jenseits der Lebensmitte
Die MASLD ist die häufigste chronische Leberkrankung: Im europäischen Raum sind etwa 25 Prozent und weltweit etwa 35 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen. Bei ihrer Entstehung spielen neben erblichen Faktoren verschiedene Stoffwechselstörungen eine entscheidende Rolle – allen voran starkes Übergewicht beziehungsweise Adipositas und Typ-2-Diabetes. Auch ein höheres Lebensalter ist nachweislich ein Risikofaktor.
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Schreitet die MASLD ungehindert fort, kann sie – wie alle chronischen Lebererkrankungen – zu einer allmählich zunehmenden und unumkehrbaren Vernarbung des Lebergewebes führen: einer Leberzirrhose. Deren Diagnose erfolgt vorwiegend im fortgeschritteneren Alter, bei einigen Betroffenen aber auch vergleichsweise früh.
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Fast jede vierte Leberzirrhose vor 50
Ziel der neuen Studie war es, mögliche Zusammenhänge zwischen erblichen sowie stoffwechselbedingten Einflüssen und einer früh auftretenden MASLD-bedingten Leberzirrhose zu untersuchen. Dazu wertete ein Forschungsteam Daten von 2.395 Erwachsenen mit nachgewiesener MASLD aus. 234 von ihnen hatten bereits eine Leberzirrhose entwickelt – knapp ein Viertel davon schon vor dem 50. Lebensjahr. Die Daten stammten aus dem US-amerikanischen NASH Clinical Research Network.
Zwei Zusammenhänge fallen besonders auf
Die Auswertung ergab: Von den unter 50-Jährigen wiesen diejenigen mit Leberzirrhose im Vergleich zu denen ohne Leberzirrhose bestimmte Merkmale häufiger auf – nämlich Typ-2-Diabetes, einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 35 sowie bestimmte Veränderungen zweier Leberwerte.
