Zehntausende betroffen

Stromausfall: Netzbetreiber korrigiert Prognose


Aktualisiert am 07.01.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Brand an einer Kabelbrücke in Berlin: Zehntausende Haushalten waren nach dem gezielten Brandanschlag tagelang ohne Strom. (Quelle: Stromnetz Berlin )

Tagelang mussten Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Strom und Heizung auskommen. Jetzt soll die Versorgung schneller wiederhergestellt werden als ursprünglich geplant.

Nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten sollen am Mittwoch ab 11 Uhr alle betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt werden. Der Betreiber beginne nun schrittweise mit der Wiederversorgung in den betroffenen Gebieten, teilte die Senatsinnenverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatten mehrere Medien übereinstimmend darüber berichtet.

Die Senatsverwaltung bat die Menschen im Südwesten, bis spätestens 10.30 Uhr private Notstromaggregate abzuschalten, um die Stromversorgung insgesamt gewährleisten zu können. Elektrogeräte sollten vom Netz getrennt werden. Während der Wiederanschaltung könne es zu kurzzeitigen Stromunterbrechungen kommen, hieß es.

Ursprünglich hatte der Netzbetreiber mit einer Reparatur bis Donnerstagnachmittag gerechnet. Die Arbeiten seien hochkomplex, hieß es.

Video | „Da muss im Kopf was nicht gerade ticken“: So denken Berliner über den Stromausfall

Player wird geladen

Quelle: t-online

Der mutmaßlich linksextremistisch motivierte Brandanschlag hatte in der Hauptstadt zum bislang längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte geführt. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen. Aus Sicht der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde besteht der Verdacht auf verfassungsfeindliche Sabotage, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe.

In einem Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen „Vulkangruppen“, die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg wiederholt Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben sollen, die Tat für sich reklamiert. In der Folge waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom.

Am Dienstag veröffentlichte die Gruppierung mutmaßlich ein weiteres Bekennerschreiben. Darin verteidigte sie ihr Handeln: „Unser Handeln richtete sich nicht gegen Menschen, sondern gegen eine Infrastruktur, die tagtäglich Menschen, Umwelt und Zukunft zerstört.“ Die Authentizität des Schreibens konnte zunächst nicht verifiziert werden.

Wiederholt hatte es in den vergangenen Tagen zudem Spekulationen gegeben, Russland könnte hinter dem Anschlag stehen. Die Polizei wies das zurück, darauf gebe es keine Hinweise. Auch die „Vulkangruppe“ widersprach.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version