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Stellenabbau geplant – Hunderte Jobs gefährdet

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Stellenabbau geplant – Hunderte Jobs gefährdet
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Auto-Dienstleister

Über 1.200 Jobs weg: IAV plant Kahlschlag in Berlin

06.05.2026 – 19:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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IAV in der Carnotstraße in Berlin-Charlottenburg (Archivbild): Hunderte Stellen könnten abgebaut werden. (Quelle: Schöning/Imago)

Der Automobil-Entwicklungsdienstleister IAV plant den Abbau von 1.400 Stellen. Berlin könnte es hart treffen. IG Metall und Senat stellen sich dagegen.

Der Automobil-Entwicklungsdienstleister IAV will rund 1.400 Stellen streichen – vor allem am Berliner Standort in Charlottenburg, der bis spätestens 2027 verkauft werden soll. Das teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die IG Metall hat bereits Proteste angekündigt, Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey fordert das Unternehmen zum Einlenken auf.

Die Mitarbeiter wurden am Morgen über die Pläne informiert. Den übrigen Beschäftigten des Berliner Standorts bietet IAV einen Wechsel nach Gifhorn in Niedersachsen an, ein „kompakter Kern“ soll jedoch in der Hauptstadt verbleiben. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Abbau von Überkapazitäten und der Anpassung an veränderte Marktbedingungen. „Die Maßnahmen sind Teil der Transformation, mit der IAV langfristig Wettbewerbsfähigkeit sichern und hochwertige Engineering-Arbeitsplätze in Deutschland erhalten will“, erklärte das Unternehmen.

Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen bezeichnete die Pläne als verantwortungslos. Eine Schließung des Berliner Stammsitzes mit 1.250 Beschäftigten werde die Gewerkschaft nicht akzeptieren. Dem IAV-Management fehle ein Plan, um das Unternehmen in eine gute Zukunft zu führen. Statt eine Strategie zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze vorzulegen, setze die Geschäftsführung die Axt an. „Dies wird auf massiven Widerstand der IG Metall und der Beschäftigten stoßen.“ Proteste in Berlin sind bereits für die kommende Woche angekündigt.

Auch der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Chemnitz, Eddie Kruppa, meldete sich zu Wort. Er wies darauf hin, dass von den Abbauplänen auch Stollberg in Sachsen betroffen sei. „Die Kolleginnen und Kollegen werden sich gemeinsam und solidarisch dagegenstellen“, sagte Kruppa.

Wirtschaftssenatorin Giffey betonte, Berlin kämpfe für den Erhalt der Arbeitsplätze. „Der angekündigte massive Stellenabbau und die drohende Schließung des Berliner IAV-Stammsitzes sind ein schwerer Schlag“, so die SPD-Politikerin. Sie habe der Geschäftsführung in mehreren Gesprächen angeboten, gemeinsam Lösungen für den Erhalt des Standorts zu entwickeln, und über die Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner Unterstützung zugesagt. „Jetzt ist das Unternehmen gefordert, Verantwortung zu übernehmen und eng mit dem Betriebsrat zusammenzuarbeiten, statt den Standort vorschnell aufzugeben.“

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