Berliner Abgeordnetenhauswahl

CDU-Kandidat Evers schließt Zusammenarbeit mit AfD aus

08.09.2026 – 03:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Stefan Evers (Archivbild): Der Berliner Finanzsenator will bei der Berlin-Wahl 2026 Nachfolger von Kai Wegner als Regierender Bürgermeister von Berlin werden. (Quelle: IMAGO/Brigitte Dummer/imago)

Evers begründet den Ausschluss damit, dass die AfD die Demokratie ablehne – nicht nur einzelne Parteien. Zudem fordert er Wohnungsbau am Tempelhofer Feld.

Stefan Evers, Spitzenkandidat der CDU für die Berlin-Wahl 2026 zum Abgeordnetenhaus, hat eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Im rbb sagte er, er werde dafür einstehen, dass es mit der AfD niemals eine Zusammenarbeit geben werde.

Zur Begründung verwies Evers darauf, Berlin stehe für Weltoffenheit und Internationalität, die AfD wolle genau das zerstören. Zudem richte sich die AfD aus seiner Sicht nicht nur gegen einzelne Parteien, sondern gegen die Demokratie insgesamt. Sie lehne ab, was demokratisches Arbeiten ausmache: politisch aushandeln, Kompromisse finden, über Parteigrenzen hinweg Verständigung suchen.

Randbebauung des Tempelhofer Feldes zentrales Thema für Evers

Das Erstarken der AfD und der politischen Ränder generell sei nach Evers‘ Einschätzung Ausdruck eines wachsenden Misstrauens gegen Institutionen und gegen die Art, wie Politik gemacht werde.

Als zentrales Sachthema nannte Evers die Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Er sprach sich dafür aus, das Gesetz im Parlament zu ändern, um auf landeseigenen Grundstücken günstige Wohnungen zu bauen. Zur Begründung nannte er Wohnungsnot und verwies darauf, das Gesetz sei vor mehr als zwölf Jahren verabschiedet worden, seitdem habe sich die Wohnungslage grundlegend verändert.

Evers: Straftaten liegen auf niedrigstem Niveau seit zehn Jahren

Durch eine Randbebauung könnten nach seiner Einschätzung bis zu 50.000 Menschen Wohnraum erhalten, während 200 Hektar Grünfläche erhalten blieben.

Als Erfolge der schwarz-roten Koalition nannte Evers die Bildungs- und die Sicherheitspolitik. Die Zahl der Straftaten liege auf dem niedrigsten Niveau seit zehn Jahren, sagte er.

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