Jänschwalde in Brandenburg
Sprengsatz an Umspannwerk nahe Kraftwerk entdeckt
Aktualisiert am 01.09.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Südlich von Berlin ist eine Sprengvorrichtung in einem Umspannwerk nahe des Kraftwerks Jänschwalde entdeckt worden.
An einem Umspannwerk des Netzbetreibers 50Hertz nahe des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg ist am Dienstag wohl eine Sprengstoffvorrichtung gefunden worden. Nach Informationen von t-online ereignete sich der Zwischenfall in einer Anlage rund zehn Kilometer entfernt von dem Kohlekraftwerk südlich von Berlin. Laut der Nachrichtenagentur dpa sind Entschärfungsspezialisten am Umspannwerk in Turnow-Preilack vor Ort.
Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ über den Vorfall berichtet. Demnach hätten Einsatzkräfte vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise. Ihr liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeige. Das Umspannwerk soll mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen.
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In dem Umspannwerk in Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Das Kraftwerk Jänschwalde wurde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.
Die Hintergründe für den Zwischenfall waren zunächst unklar.
Erst zu Jahresbeginn Anschlag in Berlin
Erst zu Jahresbeginn hatte ein Brandanschlag auf eine Stromanlage in Berlin zu einem tagelangen Blackout geführt. Wegen des unzureichenden Krisenmanagements hatte der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Sommer auf eine Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl im September verzichten müssen. Wegner war am ersten Tag des Stromausfalls zum Tennisspielen aufgebrochen, statt sich ins Krisenmanagement einzuschalten.
Zu dem Brandanschlag in Berlin hatte sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“ bekannt, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben.

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Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.