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Gesundheit

Spinalkanalstenose der LWS: Oft mit Beinschmerzen verbunden

wochentlich.deBy wochentlich.de12 Mai 2025Keine Kommentare4 Mins Read
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Spinalkanalstenose der LWS: Oft mit Beinschmerzen verbunden
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Eine Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule geht oft mit Beinschmerzen einher. Wie sich die Beschwerden typischerweise äußern und wann sie auftreten.

Bei einer Spinalkanalstenose verengt sich allmählich der Wirbelkanal in einzelnen Wirbeln. Dadurch kann Druck auf Rückenmark und/oder Nervenwurzeln entstehen und unter Umständen verschiedene Beschwerden hervorrufen.

Zwar kann ein verengter Spinalkanal auch in der Hals- oder Brustwirbelsäule auftreten, besonders häufig entwickelt sich die Wirbelkanalverengung jedoch in der Lendenwirbelsäule (sogenannte lumbale Spinalkanalstenose). Bei vielen Erkrankten macht sich das neben Rückenschmerzen außerdem in Form von Beinschmerzen bemerkbar.

Wer sich fragt, ob die verspürten Beinschmerzen möglicherweise mit einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) im Zusammenhang stehen, sollte wissen, mit welchen Symptomen die Erkrankung typischerweise einhergeht. Bei vielen Betroffenen äußert sich ein verengter Wirbelkanal im LWS-Bereich mit Beschwerden wie diesen:

  • Schmerzen im unteren Rücken, später häufig mit ausstrahlenden (oft brennenden) Schmerzen im Gesäß und im Bein (teils bis in den Fuß)
  • Taubheitsgefühle und Missempfindungen wie Kribbeln im Gesäß, teils bis ins Bein (manchmal auch bis in den Fuß)
  • Muskelschwäche im Bein
  • Probleme, das Gleichgewicht zu halten

Ein zunehmend verengter Spinalkanal im Lendenwirbelbereich macht sich normalerweise nicht sofort durch Beinschmerzen bemerkbar. In der Regel treten anfangs vor allem Kreuzschmerzen auf, also Schmerzen im unteren Rücken.

Erst einige Zeit danach zeigen sich möglicherweise Beschwerden an den Beinen. Bis das passiert, vergehen teilweise Monate bis Jahre, denn eine Spinalkanalstenose schreitet nur langsam fort.

Erste Anzeichen dafür, dass der verengte Spinalkanal Nerven beeinträchtigt, die die Beine versorgen, können rasch ermüdende Beine sein. Später entwickeln sich unter Umständen (ein- oder beidseitige) Beinschmerzen, eine Muskelschwäche oder Taubheitsgefühle im Bein.

Die Beinschmerzen schießen dabei meist vom Gesäß aus in den Oberschenkel ein, sobald der oder die Betroffene zu laufen beginnt. Wird der Oberkörper leicht vorgeneigt (egal ob im Stehen, Sitzen oder Liegen), lassen die Beschwerden jedoch rasch wieder nach.

In der Regel entwickeln sich bei einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule die Beinschmerzen später als die Rückenschmerzen, aber vor den anderen Beschwerden im Bein, wie etwa einem tauben Gefühl oder einer Muskelschwäche.

Wie stark die Beinschmerzen oder andere Beschwerden bei einer Spinalkanalstenose sind, geht nicht zwingend mit der tatsächlich festgestellten Verengung im Wirbelkanal einher. Manche Menschen weisen dort zwar deutlich verengte Stellen auf, verspüren jedoch keinerlei Symptome.

Bei einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule verändern sich die Schmerzen im unteren Rücken und die Beinschmerzen abhängig von der Körperhaltung. Meist nehmen sie zu, wenn Erkrankte länger stehen oder gehen, Treppen herunterlaufen oder auf dem Bauch liegen.

Vergrößern des Bildes
Ob eine Spinalkanalstenose im LWS-Bereich auf der Treppe Probleme bereitet, kommt auf die Richtung an: Abwärts schießen oft Schmerzen in Gesäß und Bein ein, aufwärts können Betroffene schmerzfrei laufen. (Quelle: Instagram Babic Goran/getty-images-bilder)

Häufig können Betroffene zudem nur kurze Strecken gehen und müssen dann eine Weile leicht gebückt innehalten, bis die Schmerzen nachlassen. In manchen Fällen verkürzt sich die noch mögliche Gehstrecke dabei im Laufe der Zeit und erschwert ein normales Fortbewegen.

Die Schmerzen lassen in der Regel rasch nach, sobald der Oberkörper leicht vorwärts geneigt wird, denn dabei entsteht im Spinalkanal etwas mehr Raum, der die eingeengten Nerven entlastet. Deshalb ist Sitzen oder Bergauflaufen für Menschen mit Spinalkanalstenose normalerweise nicht mit Schmerzen verbunden; ebenso wie das Schieben eines Einkaufswagens, da beim Aufstützen häufig eine leichte Vorwärtsneigung entsteht.

Beim Treppensteigen macht sich die Erkrankung treppab entsprechend mit Schmerzen bemerkbar, treppauf aber nicht. Radfahren ist durch die sitzende und vorwärtsgeneigte Haltung meist problemlos möglich – die Beschwerden im Rücken und im Bein machen sich dabei kaum bemerkbar.

Beinschmerzen: Andere Ursachen ausschließen

Beinschmerzen können jedoch nicht nur Anzeichen einer lumbalen Spinalkanalstenose sein. Auch andere Erkrankungen gehen mit Schmerzen und weiteren Beschwerden im Bein einher, die sich jedoch teilweise etwas anders als bei einem verengten Spinalkanal äußern. Mögliche weitere Ursachen für Beinschmerzen sind unter anderem Ischiasschmerzen, die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK, „Schaufensterkrankheit“), ein Bandscheibenvorfall im LWS-Bereich oder eine tiefe Beinvenenthrombose.

Der Arzt oder die Ärztin wird diese Möglichkeiten im Rahmen der Diagnose ausschließen. Um sicherzugehen, sollten länger anhaltende, immer wiederkehrende oder sehr starke Schmerzen im Bein deshalb immer ärztlich abgeklärt werden. Das gilt insbesondere, wenn darüber hinaus zusätzliche Beschwerden auftreten.

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