Staatsanwaltschaft meldet Erfolg
Millionen-Coup in Sparkasse – Behörden verschwiegen Ausmaß
Aktualisiert am 06.06.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor Feierabend dringen Maskierte in eine Hamburger Bank ein. Sie gelangen in den Tresorraum – und machen Millionenbeute. Eine Spur soll zum Remmo-Clan führen.
Zweieinhalb Jahre nach einem Einbruch in eine Hamburger Sparkassen-Filiale hat die Polizei mehrere Tatverdächtige ermittelt. Vier von ihnen befinden sich mittlerweile in Haft.
Oberstaatsanwältin Melina Traumann bestätigte t-online am Samstag, dass zwei der Männer Mitte Mai festgenommen wurden. Laut „Bild“-Zeitung wollte sich einer der Verdächtigen per Flugzeug ins Ausland absetzen, als sein Name am Flughafen im Fahndungssystem der Bundespolizei auftauchte. Ein weiterer Verdächtiger saß bereits wegen einer anderen Straftat im Gefängnis, als nun auch noch der Untersuchungshaftbefehl für den Sparkassen-Einbruch dazukam.
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Mit der Erfolgsmeldung zu den Festnahmen geben die Behörden erstmals auch die Höhe der Beute bekannt, die die Täter am 23. November 2023 aus den Räumen der Sparkasse im Hamburger Stadtteil Hamm mitnahmen. Laut Oberstaatsanwältin Traumann handelt es sich um 1,95 Millionen Euro Bargeld.
Sparkassen-Einbruch in Hamburg: Täter treffen auf zwei Frauen
Bisher war bekannt, dass sich am Tattag sechs Maskierte Zugang zu den Räumlichkeiten der Bankfiliale verschafft hatten. Sie trafen dort auf eine 61-jährige Mitarbeiterin sowie eine gleichaltrige Kundin. Während beide Frauen vor den Einbrechern flüchteten und die Angestellte die Polizei alarmierte, entkamen die Täter mit einem in der Tiefgarage abgestellten SUV.
Der Coup fand kurz vor Feierabend statt – und gelang laut „Bild“ wohl nur durch Insiderwissen. Die Informationen hätten eine detaillierte Planung möglich gemacht. So seien die Täter in sonst für Kunden unzugängliche Bereiche des Gebäudes eingedrungen und offenbar auch in den Tresorbereich der Bank gekommen.
Weiter berichtet die Zeitung, dass eine Spur zum berüchtigten Remmo-Clan in Berlin führe. Laut „Bild“ sollen Angehörige der in Teilen kriminellen Großfamilie den Sparkassen-Einbruch geplant haben. Die jetzt festgenommenen Täter hätten den Plan dann aber eigenmächtig umgesetzt, was anschließend zu einem Streit zwischen den Remmos und der Einbrecherbande geführt habe. Oberstaatsanwältin Traumann wollte t-online die mögliche Verbindung zu den Remmos weder bestätigen noch dementieren.
