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Gesundheit

Sorgen und Stress haben zugenommen

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Oktober 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Sorgen und Stress haben zugenommen
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Weltweiter Report

So sehr haben Sorgen, Stress und Schmerzen zugenommen


Aktualisiert am 13.10.2025 – 10:50 UhrLesedauer: 3 Min.

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Eine Frau schaut sorgenvoll aufs Handy: Frauen sind weltweit trauriger als Männer. (Quelle: JulPo/getty-images-bilder)

Global gesehen berichten heute mehr Menschen von negativen Gefühlen als vor zehn Jahren. Dennoch bleibt auch das Lachen weit verbreitet.

Sorgen, Stress und Wut haben in den vergangenen zehn Jahren einem Report zufolge weltweit zugenommen. Fast vier von zehn Erwachsenen gaben an, am Vortag viele Sorgen oder starken Stress empfunden zu haben. Das geht aus Umfragen des Instituts Gallup unter Menschen ab 15 Jahren in 144 Ländern und Regionen hervor.

Positive Emotionen wie Freude seien dagegen stabil geblieben, schreiben die Autoren des Reports „State of the World’s Emotional Health 2025“ (Zustand der weltweiten emotionalen Gesundheit 2025).

Im Detail sehen die Ergebnisse des Reports wie folgt aus: Im Jahr 2024 gaben 39 Prozent der Erwachsenen weltweit an, am Vortag viele Sorgen gehabt zu haben, und 37 Prozent berichteten von Stress. Die Gründe dafür sind vielfältig. Allerdings gab es unter den Befragten besonders viele Menschen in Staaten, die von Konflikten betroffen sind. In Deutschland zählte laut einer kürzlich veröffentlichten Befragung die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten erneut zur größten Sorge. Aber auch politische Sorgen spielen hierzulande eine große Rolle.

Die Sorgen nahmen 2024 weltweit im Schnitt zwar leicht ab und kehrten damit auf das Niveau vor der Pandemie zurück. Dennoch liegen sie weiterhin fünf Prozentpunkte höher als 2014.

Körperlicher Schmerz (32 Prozent) stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte an. Traurigkeit (26 Prozent) und Wut (22 Prozent) zeigten in dieser Zeit keine Veränderung. Dennoch liegen laut Report sämtliche Werte für die negativen Gefühle höher als vor einem Jahrzehnt. Weltweit berichten Frauen über mehr Traurigkeit, Sorgen und körperliche Schmerzen als Männer.

„Der weltweite Anstieg von Unzufriedenheit in den letzten zehn Jahren ist gut dokumentiert, doch viele Führungskräfte haben dies übersehen, weil sie sich auf wirtschaftliche Indikatoren verlassen und die tägliche emotionale Gesundheit ignorieren“, schreiben die Autoren.

Dieses Versäumnis ist laut Report bedeutsam, denn negative Emotionen verengten unter anderem die Aufmerksamkeit der Menschen und verringern ihre Kapazität, Probleme zu bewältigen. Zudem könnten sie Gesellschaften anfälliger für Instabilität machen.

Ilana Ron Levey, Geschäftsführerin bei Gallup, erklärt: „Emotionale Gesundheit ist nicht nur eine private Erfahrung – sie ist eine Ausstattung, die Gesellschaften ebenso prägt wie wirtschaftliche oder politische Kräfte.“

Während sich die Stimmung in der Welt verschlechtert habe, sei sie zugleich instabiler geworden, mit zunehmenden politischen Unruhen, mehr Konflikten und höheren Opferzahlen, schreibt das Team. Der sogenannte Global Peace Index, der die Abwesenheit von Gewalt und Konflikten in 163 Ländern erfasst, zeige, dass Unruhen, Streiks und regierungskritische Demonstrationen von 2011 bis 2019 um 244 Prozent gestiegen sind – bemerkenswerterweise schon vor der Pandemie.

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