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Sonde steuert „im freien Fall“ auf Merkur zu: Kritisches Manöver

wochentlich.deBy wochentlich.de4 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Kritisches Manöver geschafft

Sonde steuert „im freien Fall“ auf Merkur zu

Aktualisiert am 04.09.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

„BepiColombo“: Nach acht Jahren erreicht die Sonde ihr Ziel. (Quelle: ESA/ATG medialab/dpa/dpa-bilder)

Ein Manöver der Merkur-Mission galt im Vorfeld als kritisch. Monatelang trainierten Experten verschiedene Szenarien. Jetzt ist das wichtige Ziel geschafft. Doch wie geht es weiter?

Nach acht Jahren Flug durch das innere Sonnensystem ist die Merkur-Sonde „BepiColombo“ mit der Abtrennung eines Antriebsmoduls auf der Zielgeraden zur Erforschung des kleinsten Planeten. Das zuvor als „kritischer Meilenstein“ und „Hochrisiko-Operation“ bezeichnete Manöver ist nach Milliarden zurückgelegter Kilometer abgeschlossen. Das teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa in Darmstadt mit. Demnach sind die beiden Orbiter an Bord auf dem Weg zu ihren geplanten Umlaufbahnen.

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Merkur am wenigsten erforscht im inneren Sonnensystem

Mit der rund 1,7 Milliarden Euro teuren gemeinsamen Mission der Esa und der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa will man mehr über den kleinsten Planeten erfahren. Der Esa zufolge ist Merkur der am wenigsten erforschte Planet im inneren Sonnensystem. „Da sind jede Menge Fragen offen“, sagte der leitende Projektwissenschaftler der Esa, Geraint Jones, vor der Abtrennung.

So sollen die beiden Orbiter mit einer Vielzahl an Instrumenten das Magnetfeld untersuchen, die Oberfläche erforschen und kartieren, den Kern und eine Gashülle des schweren Planeten untersuchen und auch Einblicke in die Entstehung der Planeten ermöglichen.

Signale sind mehr als elf Minuten unterwegs

Das Manöver der Abtrennung des nicht mehr benötigten Antriebsmoduls galt im Vorfeld als kritisch. Es gab nur eine Chance, damit die beiden Orbiter später in ihre richtige Position in unterschiedliche Umlaufbahnen kommen.

„Wir haben in den letzten Monaten verschiedene Szenarien trainiert“, sagte der Leiter des Missionsbetriebs für das innere Sonnensystem der Esa, Ignacio Tanco, über die Vorbereitungen in Darmstadt. Wegen der Entfernung könnten Korrekturen erst Minuten später eingeleitet werden. Signale dauern von der Sonde bis zur Erde über elf Minuten und genauso lange wieder zurück.

Die Sonde fliege nun „im freien Fall auf den Planeten zu“, teilte die beteiligte Technische Universität Braunschweig mit. Die Kontrolle über den weiteren Kurs habe das bordeigene Antriebssystem des europäischen Mercury Planetary Orbiter (MPO) übernommen.

Wie geht es weiter?

Geplant ist, dass sich die beiden Orbiter vom 9. auf den 10. Dezember trennen und dann im Dezember 2026 und im März 2027 in ihre Umlaufbahnen eintreten. Im April 2027 soll dann die wissenschaftliche Arbeit der Mission beginnen.

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