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Finanzen

Sommerflaute trifft deutschen Außenhandel

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Zweiter Rückgang in Folge

Sommerflaute trifft deutschen Außenhandel

Aktualisiert am 09.10.2026 – 23:54 UhrLesedauer: 3 Min.

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Der Außenhandel läuft zu großen Teilen über die Häfen (Archivbild) (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Exportflaute, wachsende Importe: Die Schere im Handel mit China öffnet sich weiter. Die leichte Belebung des deutschen Außenhandels scheint schon wieder vorbei zu sein.

Der Aufwärtstrend im deutschen Außenhandel ist vorerst beendet: Die Exportwirtschaft hat im August einen weiteren Dämpfer erhalten. Nach einem schwachen Juli (-0,5 Prozent) fiel der Wert der ausgeführten Waren im August mit 137,6 Milliarden Euro kalender- und saisonbereinigt noch einmal 0,8 Prozent niedriger aus als im Monat zuvor.

Die Importe stiegen hingegen in der Monatsfrist um 0,9 Prozent und entsprachen einem Wert von 118,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Daraus ergibt sich ein rückläufiger Außenhandelsüberschuss für die deutsche Volkswirtschaft von 19,5 Milliarden Euro nach revidierten 21,6 Milliarden Euro im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Exporte nominal um 6,2 Prozent und die Importe um 5,5 Prozent zu.

Nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bleibt die Exportwirtschaft ohne eigene Dynamik. „Der jetzige Rückgang zeigt, dass die Exportbelebung nur ein laues Lüftchen war. Für eine nachhaltige Erholung des Außenwirtschaftsgeschäfts darf sich der Zuwachs nicht allein auf einzelne Märkte oder Sondereffekte beschränken“, erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

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Schere im Außenhandel mit China öffnet sich weiter

Nach China legten die Ausfuhren im August zwar um 4,7 Prozent zu, zugleich stiegen aber die Importe aus der Volksrepublik noch deutlicher. In den ersten acht Monaten des Jahres sind die deutschen Exporte nach China um 12,9 Prozent geschrumpft. Die Importe von dort kletterten hingegen in dieser Zeit um 10,1 Prozent. Das Außenhandelsdefizit gegenüber China kletterte auf 76 Milliarden Euro.

China - WarenhandelVergrößern des Bildes
Autos stehen im Hafen von Shanghai zum Export bereit. (Archivbild) (Quelle: Uncredited/CHINATOPIX via AP/dpa/dpa-bilder)

Der Außenhandelsverband BGA verlangt von Brüssel Maßnahmen gegen das wachsende Ungleichgewicht: „Europa muss sich gegen nachgewiesene Wettbewerbsverzerrungen wehren können. Dafür brauchen wir klare Beweise, hohe Eingriffsschwellen“, erklärte BGA-Präsident Dirk Jandura. Die Schutzmaßnahmen müssen gezielt, verhältnismäßig und konform zu den Regeln der Welthandelsorganisation WTO sein.

Chinas Rolle wandele sich von einem willkommenen Exportmarkt in einen Rivalen, analysierte ING-Chefvolkswirt Carsten Brezski. Gingen 2020 noch 8 Prozent sämtlicher deutscher Exporte nach China, waren es in der ersten Jahreshälfte 2026 nur noch 4 Prozent. Gleichzeitig bleibe das US-Geschäft ungeachtet der Zollspannungen stark und mache weiterhin rund 9 Prozent der deutschen Exporte aus.

Trotz Zöllen: US-Geschäft bleibt wichtig

Die Vereinigten Staaten blieben damit der wichtigste Einzelmarkt, auch wenn die Lieferungen dorthin im Monatsvergleich um 6,3 Prozent zurückgingen. Im Jahresverlauf weist die Statistik noch eine leichte Zunahme der Exporte von 1,1 Prozent auf.

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