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Finanzen

Solarglashersteller schließt – Hunderte Jobs gehen verloren

wochentlich.deBy wochentlich.de28 November 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Solarglashersteller schließt – Hunderte Jobs gehen verloren
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Werk muss schließen

Rettung von Solarglashersteller gescheitert

28.11.2025 – 18:59 UhrLesedauer: 2 Min.

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Windkraftanlagen und Sonnenkollektoren in Deutschland: Inzwischen werden über 90 Prozent aller Photovoltaik-Anlagen weltweit in China hergestellt. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Jens Ickler/imago)

Zuletzt war von einer Rettungschance für den Solarglashersteller im südbrandenburgischen Tschernitz die Rede. Doch nun werden die Hoffnungen enttäuscht.

Der Rettungsversuch für den südbrandenburgischen Solarglashersteller Glasmanufaktur Brandenburg in Tschernitz ist gescheitert. Mehr als 200 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Der vorläufige Insolvenzverwalter Knut Rebholz sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Investor, der an der Übernahme interessiert gewesen sei, sei abgesprungen.

Brandenburgs Wirtschaftsminister und die Industriegewerkschaft IG BCE reagierten enttäuscht. Die EU verliere damit den letzten noch verbliebenen Solarglashersteller, hieß es. Die Gewerkschaft rief für Montag zu einer Protestaktion in Tschernitz auf.

Es gab auch Kritik, die Bundespolitik habe nicht entschlossen genug gehandelt, um die Solarindustrie zu stützen. Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) sprach von einer „fatalen Entwicklung“. Er wollte erreichen, dass die deutsche Solarindustrie vor Preisdumping aus China geschützt wird und wandte sich vor Monaten an die Bundesregierung.

Die Beschäftigten des Unternehmens in Tschernitz waren seit Monaten in Kurzarbeit. Im Sommer stellte die Firma einen Insolvenzantrag. Die deutsche Solarindustrie steckt in einer tiefen Krise, etwa angesichts hoher Energiepreise und des Preisdrucks aus China.

Den Beschäftigten der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH wird gekündigt. Zunächst sind sie ab Dezember freigestellt, wie Fachanwalt Rebholz sagte. Er hatte im September gesagt, er sehe Chancen, den Standort zu erhalten.

Zu dem endgültigen Aus sagte Wirtschaftsminister Keller jetzt: „Das ist eine schreckliche Nachricht für die Beschäftigten der GMB und ihre Familien. Ich kann die grenzenlose Enttäuschung nachempfinden und habe volles Verständnis für die große Wut und Verärgerung der Beschäftigten.“

Das Ministerium hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Betriebsrat von GMB, der Geschäftsführung, der Wirtschaftsförderung Brandenburg und anderen Partnern Initiativen zum Erhalt des Standortes ergriffen. Seit 2022 gehörte die Glasmanufaktur in Tschernitz zu einem indischen Hersteller.

Der stellvertretende Bezirksleiter der IG BCE Lausitz, Anis Ben-Rhouma, sagte: „Die Kolleginnen und Kollegen haben bis zuletzt alles getan, um dieses Werk zu retten. Dass der Investor jetzt aussteigt, lässt die Menschen im Stich und zerstört das Vertrauen, das viele in den Prozess gesetzt haben.“ Deutschland und die EU werden laut Gewerkschaftskritik in einem zentralen Bereich der grünen Transformation vollständig abhängig von hoch subventionierten Importen aus Asien.

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