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Finanzen

So teuer ist die Aktie wirklich

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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So teuer ist die Aktie wirklich
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Nach dem IPO geht es rund

Für deutsche Anleger wird die Aktie voraussichtlich über zahlreiche Broker zugänglich sein. So werden Anbieter wie ING, Scalable Capital, Flatex und Trade Republic entsprechende Möglichkeiten anbieten. Wer keine Aktien in der Zeichnungsphase erhält, wird sie nach Handelsstart regulär an der Börse kaufen können.

Spannend wird es vor allem für aktive Trader. Hebelpapiere dürften wie gewohnt schnell auf den Markt kommen und die europäischen Banken könnten dabei die ersten Adressen sein. Dies auch deshalb, da der Börsengang bei US-Banken teilweise ein großes Politikum ist. Was auch wenig verwundert angesichts der Tatsache, dass Elon Musk wesentlich involviert ist und er mit einigen US-Banken schon juristisch im Clinch lag.

Es würde also nicht überraschen, wenn einige europäische Emittenten wie DZ Bank, Société Générale oder Vontobel sogar schneller mit Hebelpapieren am Start sind als manche große US-Bank. Über Plattformen wie Smartbroker und andere Anbieter werden diese Produkte vermutlich zeitnah handelbar sein.

Elon Musk ist wesentlicher Teil des Pakets

Interessant bleibt auch die Machtfrage. Viele Anleger kaufen letztlich Elon Musk gleich mit. Und Musk wird seinen Einfluss nicht verlieren. Unterschiedliche Aktiengattungen mit verschiedenen Stimmrechten sorgen dafür, dass die Kontrolle auch nach dem Börsengang weitgehend in seinen Händen bleibt.

Wer als Privatanleger investiert, beteiligt sich am wirtschaftlichen Erfolg, nicht aber an der Macht. Mein wichtigster Rat für die ersten Handelstage lautet deshalb: Arbeiten Sie mit Limits. Immer. Bei einem Börsengang dieser Größenordnung kann eine unlimitierte Order schnell sehr teuer werden. Aus „bestens“ wird an solchen Tagen nicht selten „schlechtestens“. Wenige Minuten können darüber entscheiden, ob man zehn, zwanzig oder dreißig Euro pro Aktie mehr bezahlt als notwendig.

SpaceX als Stimmungstest

Das eigentliche Risiko liegt jedoch an anderer Stelle. SpaceX wird zunächst nicht direkt in den S&P 500 aufgenommen. Die automatischen Käufe der großen Indexfonds bleiben also aus. Gleichzeitig wird die Nachfrage enorm sein. Die Fangemeinde von Elon Musk ist riesig, und viele Anleger wollen bei diesem Ereignis dabei sein.

Genau deshalb schauen die Märkte so gespannt auf diesen Börsengang. SpaceX ist nicht einfach nur ein IPO. SpaceX ist ein Stimmungstest für die gesamte Technologiebranche. Funktioniert dieser Börsengang, werden viele Anleger ihre Bewertungen bei KI- und Technologiewerten weiter nach oben schrauben. Enttäuscht SpaceX hingegen die Erwartungen, könnte die große Rechnerei beginnen. Und das wäre dann möglicherweise der Moment, in dem der Markt feststellt, dass Zukunft zwar viel wert ist – aber eben nicht jeden Preis.

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