Prozess: Hand bei Oktoberfest in Karussell gebrochen
In München ist ein Besucher des Oktoberfests 2025 mit einer Schmerzensgeldklage gegen einen Karussellbetreiber gescheitert. Der Wiesngast wollte 10.000 Euro Schmerzensgeld. Der Grund: Er hatte sich beim Herausstrecken der Hände in die Luft die rechte Hand gebrochen.
Wie das Amtsgericht München sein Urteil begründete und was genau passiert war, lesen Sie hier.
Flirten mit System: Auf der Wiesn gibt es jetzt Speeddating
Wer auf der Wiesn nicht nur eine Maß, sondern vielleicht auch die große Liebe sucht, bekommt in diesem Jahr Unterstützung: Am 27. September findet in Bodos Cafézelt ein Speeddating für Münchner Singles zwischen 24 und 40 Jahren statt. Unter dem Motto „Bavarian Gaudi“ geht es um 11 Uhr los – natürlich in Tracht.
Zur Reservierung gehören nach Angaben des Veranstalters Essen und Getränke, dazu spielt eine traditionelle Liveband. Das Motto der Veranstaltung lautet: „offline is sexy“. Statt durch Dating-Apps zu wischen, sollen sich die Teilnehmer mitten im Getümmel persönlich kennenlernen. Zur Wiesn 2026 wurde Bodos Cafézelt übrigens komplett neu umgestaltet.
„Heidifest“: Heidi Klum bringt zahlreiche Stars nach München
Zwei Tage vor dem offiziellen Wiesn-Start lädt Heidi Klum am 17. September wieder zum „HeidiFest“ ins Münchner Hofbräuhaus. Inzwischen stehen auch die ersten prominenten Musikgäste fest: Mit dabei sind unter anderem Naomi Campbell, Vicky Leandros, Katja Ebstein und Markus Mörl. Außerdem sollen Liz Mitchell von Boney M., La Bouche und der britische Sänger Tony Christie auftreten.
Weitere prominente Gäste sollen noch bekannt gegeben werden. Wer keine Einladung erhält, kann trotzdem zuschauen: RTL überträgt die Feier ab 20.15 Uhr live im Free-TV, außerdem läuft sie bei RTL+. Im vergangenen Jahr hatte Klum erstmals zur großen Trachtenparty im Hofbräuhaus geladen. Hier finden Sie alle bislang bekannten Gäste des „HeidiFests“
Sonntag, 6. September 2026
Netflix sucht 4.000 Komparsen für neuen Film
Das Oktoberfest wird zur Filmkulisse: Für eine neue Netflix-Romantic-Comedy werden bis zu 4.000 Komparsen gesucht. Gedreht wird zwischen September und November ausschließlich in Oberbayern, ein großer Teil der Aufnahmen soll in München und Penzing entstehen. Hinter dem Projekt steht die Münchner Produktionsfirma Wiedemann & Berg, die unter anderem an „Dark“ beteiligt war.
Gesucht werden Wiesn-Besucher, Bedienungen und Zeltmitarbeiter ebenso wie Trachtler, Blasmusikanten, internationale Gäste und „bayerische Originale“. Auch Kinder für Fahrgeschäft-Szenen sollen vor die Kamera. Eigene Tracht ist bei vielen Rollen gern gesehen, aber keine grundsätzliche Voraussetzung. Bewerbungen laufen über die Komparsenagentur P-F.tv. Hier lesen Sie, wie Sie sich für den Netflix-Film bewerben können
Wiesn im Supermarkt: Augustiner verkauft Oktoberfestbier
Noch bevor auf der Theresienwiese „O’zapft is“ heißt, lässt sich die Wiesn bereits zu Hause einschenken: Augustiner hat sein Oktoberfestbier für 2026 in den Handel gebracht. Das Festbier kommt laut Brauerei auf 6,3 Prozent Alkohol und ist damit schon Wochen vor dem offiziellen Wiesn-Start am 19. September erhältlich.
Auf dem Oktoberfest selbst gibt es einen entscheidenden Unterschied zur Flasche aus dem Supermarkt: Augustiner schenkt als einzige der sechs Münchner Wiesn-Brauereien sein Bier ausschließlich aus traditionellen Holzfässern aus – diese Tradition besteht seit 1987. Die offizielle Probe aller sechs Wiesnbiere folgt am 10. September. Mehr zum Augustiner-Wiesnbier lesen Sie hier.
Bushidos Familie schlüpft erstmals in Tracht
Bushidos Familie ist bereit für ihre Wiesn-Premiere. Am Samstag deckte Anna-Maria Ferchichi ihr acht Kinder mit Trachten ein. „Jetzt leben wir tatsächlich in Bayern und damit gehören Tracht und Dirndl jetzt irgendwie auch zu unserem Leben“, schrieb die 44-Jährige auf Instagram. Nur einer schien bei der Einkleidung gefehlt zu haben. Mehr dazu lesen Sie hier.
Samstag, 5. September 2026
Sie ist erstmals das Münchner Kindl: Sina Hochreiter
Wenn am 19. September die Wiesnwirte auf die Theresienwiese einziehen, sitzt erstmals Sina Hochreiter an der Spitze. Die 27-Jährige ist das neue Münchner Kindl und folgt auf Franziska Inselkammer, die das Amt nach drei Jahren abgegeben hat. Hochreiter kennt das Oktoberfest schon lange: Ihre Familie betreibt dort die Haxnbraterei und am Viktualienmarkt den Biergarten „Hochreiter am Markt“.
Die Münchnerin hat Kunstgeschichte studiert und ist 2024 in den Familienbetrieb eingestiegen. Bei ihrer Vorstellung im Juni sagte sie: „Ich glaube, ich wurde dafür geboren.“ Neben dem Einzug der Wiesnwirte wird Hochreiter auch beim Trachten- und Schützenzug an der Spitze reiten. Hier erfahren Sie mehr über das neue Münchner Kindl
Alles begann mit einer Hochzeit: So entstand das Oktoberfest
Bierzelte, Fahrgeschäfte und Millionen Besucher? Davon war bei der ersten Wiesn noch keine Rede. Der Ursprung des Oktoberfests liegt in einer königlichen Hochzeit: Am 12. Oktober 1810 heiratete der bayerische Kronprinz Ludwig die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Die fünftägigen Feierlichkeiten endeten am 17. Oktober mit einem großen Pferderennen auf einer Wiese vor den damaligen Toren Münchens. Zu Ehren der Braut erhielt sie den Namen Theresienwiese.
Weil das Rennen gut ankam, wurde es 1811 wiederholt – damit war eine Tradition geboren. Nach und nach kam immer mehr dazu: 1811 das Landwirtschaftsfest, 1818 die ersten Karussells und Schaukeln, ab 1819 übernahm die Stadt die Organisation. Das erste große Bierzelt folgte sogar erst Jahrzehnte später. Aus dem Hochzeitsfest wurde so Schritt für Schritt die Wiesn, wie München sie heute kennt. Warum das Oktoberfest in München eigentlich „Wiesn“ heißt, gibt es hier zum Nachlesen.
„Bier, Boobs, Brezn“ – eigenes Event für Lesben
Unter dem Motto „Bier, Boobs, Brezn“ soll es in diesem Jahr ein Event nur für queere Frauen auf dem Oktoberfest geben. Am 21. September werden rund 700 Frauen und FLINTA-Personen im Festzelt „Bräurosl“ feiern – einen Tag nach dem traditionellen Gay Sunday, zu dem vor allem schwule Männer kommen.
Veranstalterin Sina Scherer sagte der Nachrichtenagentur dpa am Samstag: „In München gab es früher viel mehr Orte, an denen lesbische Frauen sichtbar waren und sich selbstverständlich getroffen haben – gerade auch im Glockenbachviertel. Viele davon sind verschwunden. Auf der Wiesn haben wir ein ähnliches Phänomen beobachtet.“
Nach Angaben der „Bräurosl“-Wirte Franziska und Peter Reichert gibt es den Rosa Sonntag schon seit mehr als 40 Jahren. 90 Prozent der Gäste seien männlich. „Hier liegen sich über 6.000 Männer in den Armen und feiern das Leben und die Liebe.“
Die Nachfrage werde von Jahr zu Jahr größer und übersteige das Angebot. „So entstand die Idee, diesen Tag zu verlängern. In diesem Jahr gibt es also zusätzlich zum Rosa Sonntag den Rosa Montag.“
Freitag, 4. September 2026
Naomi Campbell kommt zum „HeidiFest“
Prominenter Neuzugang für Heidi Klums Wiesn-Party: Supermodel Naomi Campbell wird beim „HeidiFest“ am 17. September im Münchner Hofbräuhaus als DJ auftreten. Das teilte RTL am Freitag mit.
Campbell ist seit einiger Zeit auch an den Plattentellern unterwegs. Nach Auftritten unter anderem in Paris, München, Monaco und Las Vegas kehrt die 56-Jährige nun für Klums Veranstaltung nach München zurück. „Naomi Campbell als DJ beim ‚HeidiFest‘, ikonischer geht’s doch nicht!“, wird Klum von RTL zitiert.
Zum bisher bekannten Line-up gehören außerdem Vicky Leandros, Markus, Liz Mitchell von Boney M., La Bouche, Katja Ebstein und Tony Christie. Weitere Gäste und Acts sollen noch folgen. RTL überträgt das „HeidiFest“ am 17. September ab 20.15 Uhr.
Streit um Wiesn-Figuren: Umfrage mit eindeutigem Ergebnis
Das Oktoberfest hat noch nicht begonnen, da gibt es schon einen ersten handfesten Streit. Die Kontroverse dreht sich um übermalte Werbefiguren an zwei Fahrgeschäften, nachdem diese von der Gleichstellungsstelle der Stadt München als nicht mehr zeitgemäß betrachtet wurden. Die Münchner Redaktion von t-online hat die Leser dazu befragt und es gibt eine ziemlich einhellige Meinung. Das Ergebnis der Umfrage lesen Sie hier.
Adidas bringt 400-Euro-Dirndl auf die Wiesn
Adidas wagt sich 2026 wieder an die Tracht: Der Sportartikelhersteller verkauft ein Dirndl für rund 400 Euro, das mit den markentypischen drei Streifen und Trefoil-Logos wohl bewusst weit weg vom klassischen Trachtenlook gehalten ist. Das Kleid gibt es in Schwarz und Zinnoberrot, dazu kommt eine wendbare Schürze, mit der sich der Look verändern lässt.
Damit dürfte die alte Wiesn-Frage neu aufflammen: Wie traditionell muss ein Dirndl eigentlich sein?
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Ist das noch Tracht? Ähnliche Diskussionen gab es zuletzt auch um die neue Dirndl-Kollektion von Heidi Klums Tochter, Leni Klum. Wie ihre 750-Euro-Produkte gestaltet sind, sehen Sie hier.
- Streit um Wiesn-Figuren: Umfrage bringt eindeutiges Ergebnis
Bericht: Schausteller-Verband boykottiert Wiesn-Rundgang
Der Streit um umgestaltete Figuren auf der Wiesn hat nun Folgen: Der Bundesverband der Schausteller und Marktkaufleute (BSM) will laut einem Bericht der „tz“ nicht am traditionellen Wiesn-Rundgang der Stadt teilnehmen. Hintergrund sind die Änderungen unter anderem am Teufelsrad und am „Happy Sailor“. In einem Schreiben an die Stadt spricht der Verband dem Bericht zufolge von „Zensur“ und „Zwangspinselei“ und kritisiert Eingriffe in die Gestaltung der Betriebe.
Die Stadt bedauert die Absage und betont, gerade bei kontroversen Themen seien Austausch und Kompromisse wichtig. Andere Schaustellerverbände, darunter der Deutsche Schaustellerbund und die Münchner Berufsverbände, wollen am Rundgang weiterhin teilnehmen. Der findet traditionell zwei Tage vor dem Start des Oktoberfests statt.
243 Schausteller und 182 Marktkaufleute
Nach Angaben der Stadt München wurden in diesem Jahr 243 Schaustellergeschäfte und 182 Marktkaufleute zum Oktoberfest zugelassen. Dazu kommen noch 41 Schaustellerbetriebe auf der Oiden Wiesn, dem traditionellen Teil des Volksfestes.
Donnerstag, 3. September 2026
Erste Wiesnbier-Probe bei bestem Wetter
Am Donnerstagmittag, 3.9., hat im Münchner Seehaus im Englischen Garten die erste Wiesnbier-Probe der Brauereien Paulaner und Hacker-Pschorr stattgefunden. Bei bestem Spätsommerwetter stellten die Brauer Christian Dahncke (Paulaner) und Max Mirlach (Hacker-Pschorr) ihre diesjährigen Festbiere vor. Keine leichte Aufgabe, wie Dahncke erklärt: „Das Oktoberfest-Bier zu brauen, ist die Champions League des Bierbrauens“.
Während das Hacker-Pschorr auch heuer wieder als dunkelstes der Wiesn-Biere gebraut wurde, hat das Paulaner eine sonnig-gelbe Farbe. Beide Biere haben einen Alkoholgehalt von 5,9 Prozent. In der Stammwürze verzeichnet das Hacker-Pschorr Oktoberfestbier 13,7 Prozent, das Paulaner 13,6.
Die große Bierprobe mit allen sechs Wiesnbieren findet am kommenden Donnerstag, 10. September im Löwenbräukeller statt.
Streit um Oide Wiesn: Musiker greift Kulturreferat an
Der Münchner Musiker und SPD-Stadtrat Roland Hefter ist sauer: Seine Band Isarrider darf 2026 nicht im Musikantenzelt der Oidn Wiesn auftreten. Nach Hefters Darstellung hängt die Absage mit einer negativen Bewertung durch das Kulturreferat zusammen. Die Band spiele zwar auf Bayerisch, werde aber wegen ihrer Rockmusik der Popularmusik und nicht der musikalischen Volkskultur zugerechnet. Hefter kritisiert eine aus seiner Sicht „ultrakonservative Haltung zur bayerischen musikalischen Volkskultur“.
Kurios dabei: Solo mit Gitarre darf Hefter nach eigener Darstellung als Volkssänger auf der Oidn Wiesn auftreten, mit seiner Band dagegen nicht. Der Streit könnte bereits Folgen haben: Für 2027 sollen zwei Programmplätze im Musikantenzelt ausdrücklich für moderne bayerische Musik vorgesehen werden. Hier geht es zum ganzen Artikel über den Isarrider-Streit.
In diesem Wiesn-Zelt gibt es Freibier
Bei Maßpreisen von fast 16 Euro dürfte diese Nachricht einige Wiesn-Besucher interessieren: In der Bräurosl wird 2026 täglich Freibier ausgeschenkt. Einmal am Tag zapft eine wechselnde Münchner Persönlichkeit auf der Bühne ein Holzfass an. Das Bier daraus geht anschließend kostenlos an die Gäste – allerdings nur, solange der Vorrat reicht. Das Ritual gehört zur sogenannten Mittagswiesn des Festzelts.
Wer etwas vom Gratisbier abbekommen möchte, sollte pünktlich sein. Hier lesen Sie, zu welcher Uhrzeit sie die beste Chance auf Freibier in der Bräurosl haben.
Donnerstag, 3. September 2026
Nach Teufelsrad-Ärger: Weiteres Fahrgeschäft verändert Figuren
Wenige Wochen vor dem Anstich sorgt die Gestaltung von Wiesn-Fahrgeschäften für Diskussionen. Nach den Änderungen an Figuren des Teufelsrads bestätigte nun auch die Betreiberin des „Happy Sailor“ gegenüber t-online, dass sie Figuren ihres Fahrgeschäfts umgestaltet hat. Betroffen sind unter anderem eine Kapitänsfigur sowie eine bislang unbekleidete Meerjungfrau.
Die Stadt erklärte auf t-online-Anfrage, Fachstellen hätten nach der Wiesn 2025 angeregt, die „karikaturhafte Überzeichnung asiatischer Gesichtszüge“ der Kapitänsfigur zu überarbeiten. Betreiberin Verena Krug sieht die bisherigen Figuren selbst nicht als anstößig, berücksichtigt die Änderungswünsche aber auch aus Sorge um eine künftige Zulassung. Hier lesen Sie die ganze Geschichte und sehen die Veränderungen der Figuren.
Wiesn bekommt neue Sicherheitszentrale und KI-Kameras
Nach dem gefährlichen Gedränge auf dem Oktoberfest 2025 rüstet die Stadt in diesem Jahr deutlich auf. Eine neue Sicherheitszentrale auf der Theresienwiese soll Polizei, Feuerwehr und weitere Verantwortliche enger zusammenbringen. Kameras mit KI-Unterstützung sollen zudem erkennen, wo die Besucherdichte besonders hoch wird – damit die Stadt reagieren kann, bevor gefährliche Engstellen entstehen.
Bis zu 35 Mitarbeiter können in der neuen Zentrale gleichzeitig arbeiten. Für Besucher gibt es noch eine praktische Änderung: Das Wiesn-Fundbüro musste für die neuen Räume weichen und befindet sich 2026 im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe.
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