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So löschen Sie Googles Erinnerung an Ihre Web-Suchen

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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News und Tipps

So löschen Sie Googles Erinnerung an Ihre Web-Suchen

spiegel-online, Konrad Lischka, Spiegel online


01.03.2012Lesedauer: 4 Min.

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Google kennt Ihre Suchanfragen (Quelle: t-online)

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Web-Protokoll, Suchprofil, Surfinteressen: Google sammelt in verschiedenen Datenbanken Informationen über das Verhalten seiner Nutzer. Wonach suchen sie? Worauf klicken sie? Für alle, die das nicht verraten wollen: die Anleitung zum Deaktivieren und Umgehen.

Warum führt Google neue Datenschutz-Regeln ein? Einen Grund für die wenig verständliche Neuformulierung führte Google-Managerin Alma Whitten bei der Vorstellung an: „Wenn Sie eingeloggt sind, können wir Informationen, die Sie uns in einem Dienst zur Verfügung gestellt haben, mit Informationen aus anderen Diensten zusammenführen.“

Die Neuregelung gilt für alle Informationen, die bei Google am 1. März gespeichert sind. Wie umfassend Google zu diesem Zeitpunkt über einen Nutzer Bescheid weiß, hängt davon ab, welche Google-Dienste der zuvor benutzt hat. Heute ist also ein guter Zeitpunkt, um einmal zu überprüfen, welche Google-Dienste man einmal aktiviert und wieder vergessen hat.

Ein guter Ausgangspunkt zum Aufräumen, Ausmisten und Löschen ist das Google-Dashboard, in dem fast alle mit einem Google-Konto verknüpften Dienste aufgeführt sind. Bei vielen Diensten kommt man per Direktlink aus dem Dashboard zur Verwaltung von Veröffentlichungen und Datenschutzeinstellungen. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar rät Nutzern generell, nicht nur einen Anbieter für alle Dienste wie E-Mail, Fotoalben und Web-Suche zu nutzen.

Wer sucht was und wo klickt er drauf?

Bei den meisten Google-Kunden dürften die wertvollsten Daten nach wie vor bei der Web-Suche anfallen. „Urlaub in Kenia“, „Halsweh“, „Juckreiz am Kinn“, „Trauringe“: Alle Suchbegriffe, die Menschen bei Google und anderen Anbietern in die Formulare tippen, sind Rohstoff für eine Datenbank menschlicher Absichten. Mit diesem Begriff beschrieb der „Wired“-Mitgründer John Battelle einmal den Datenfundus, den Web-Unternehmen geschickt nutzen, um Anzeigenschaltungen zu verbessern. Diese Informationen speichert Google in unterschiedlichen, getrennten Datenbanken.

Das optionale Web-Protokoll speichert unbeschränkt

Ein Dienst mit potentiell sehr großem Datenaufkommen ist das Google Web-Protokoll. Hat man dieses Werkzeug einmal aktiviert, speichert Google bei angemeldeten Nutzern alle Suchanfragen und alle von den Trefferseiten aus aufgerufenen Websites unbeschränkt lange. Wer im Internet Explorer die Google-Toolbar installiert hat, füttert das Web-Protokoll zusätzlich mit einer umfangreichen Liste der in seinem Browser aufgerufenen Websites – vorausgesetzt, er hat diese Erweiterung aktiviert.

Google personalisiert schon heute mit Hilfe der Web-Protokoll-Datenbestände zum Surfverhalten die Platzierung von Anzeigen in seinem Such-Werbenetzwerk. Google gibt dieses Beispiel für die Datennutzung:

Hier können Sie die bisher angefallen Daten löschen und das Web-Protokoll deaktivieren (ein Klick auf „Remove all Web History“).

Google speichert Suchprotokolle bis zu 18 Monate lang

Google wertet für seine Anzeigensysteme auch die Web-Nutzung nicht-angemeldeter Nutzer aus.

Google bestätigt auf Anfrage, zum Anzeigen auf die Nutzer zugeschnittener Werbung auf Seiten mit Suchergebnissen die sogenannten Serverprotokolldaten zu nutzen. Diese Protokolle enthalten nach einer Begriffsdefinition im Anhang der neuen Datenschutzerklärung diese Informationen:

  • Details zur Nutzung von Google-Diensten – zum Beispiel der Inhalt von Suchanfragen
  • Datum und die Uhrzeit der Anfrage
  • IP-Adresse des Nutzers
  • Kennungen von Cookies (kleine Textdateien, die der Browser auf der Festplatte des Computers ablegt, wenn man eine Website abruft), über die der Browser oder das Google-Konto des Nutzers eindeutig identifiziert werden können

Google anonymisiert diese Serverprotokolldaten nach einiger Zeit: Die IP-Adressen nach neun, die Cookie-IDs in Datensätze nach 18 Monaten. Einige Forscher zweifeln jedoch daran, dass die dabei von Google verwendete Methode zuverlässig genug ist.

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