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Finanzen

So lange warten Sie je Bundesland auf Bescheid und Geld

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Neue Auswertung zeigt

So lange brauchen die Finanzämter für Ihre Steuererklärung


04.06.2026 – 07:11 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Blick in den Steuerbescheid: Wer auf seine Steuererstattung wartet, benötigt je nach Wohnort unterschiedlich viel Geduld. (Quelle: PIKSEL/getty-images-bilder)

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Trotz Digitalisierung wurden viele Finanzämter zuletzt langsamer. Neue Zahlen zeigen, wo Steuerzahler besonders lange warten müssen.

Wer eine Steuererklärung abgibt, hofft meist auf eine schnelle Rückzahlung vom Finanzamt. Doch wie lange Bürger auf ihren Steuerbescheid warten müssen, hängt in Deutschland stark vom Wohnort ab. Das zeigt eine Auswertung des Bundes der Steuerzahler, die dem „Focus“ vorliegt. Während einige Finanzämter Steuererklärungen im Schnitt binnen sechs Wochen bearbeiten, müssen Steuerzahler andernorts deutlich länger warten.

Hessen vor Berlin und Bayern

Am schnellsten arbeiteten die Finanzämter im Jahr 2025 in Hessen. Dort dauerte die Bearbeitung einer Steuererklärung durchschnittlich 41,1 Tage. Knapp dahinter folgen Berlin mit 41,5 Tagen sowie Bayern und Sachsen mit jeweils 42 Tagen.

Am anderen Ende der Tabelle stehen das Saarland mit durchschnittlich 51,4 Tagen und Bremen mit 56,15 Tagen. Damit benötigen die langsamsten Finanzämter im Schnitt mehr als zwei Wochen länger als die schnellsten.

Für Nordrhein-Westfalen lässt sich kein genauer Wert ermitteln. Die Finanzverwaltung des Landes gab lediglich an, dass die Bearbeitungsdauer zwischen zwei Wochen und sechs Monaten liege.

Die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten im Überblick:

  • 1. Hessen: 41,1 Tage (-3,2 Tage im Vergleich zum Vorjahr)
  • 2. Berlin: 41,5 Tage (-0,5 Tage)
  • 3. Sachsen: 42 Tage (-4 Tage)
  • 3. Bayern: 42 Tage (+/- 0 Tage)
  • 5. Sachsen-Anhalt: 43,7 Tage (+4 Tage)
  • 6. Hamburg: 44,5 Tage (+3,9 Tage)
  • 7. Thüringen: 44,8 Tage (+5,7 Tage)
  • 8. Baden-Württemberg: 45 Tage (+4 Tage)
  • 9. Niedersachsen: 45,7 Tage (+1,3 Tage)
  • 10. Rheinland-Pfalz: 46 Tage (+3 Tage)
  • 11. Schleswig-Holstein: 46,3 Tage (+1,1 Tage)
  • 12. Brandenburg: 47,6 Tage (-2,8 Tage)
  • 13. Mecklenburg-Vorpommern: 50 Tage (-1 Tag)
  • 14. Saarland: 51,4 Tage (-2,4 Tage)
  • 15. Bremen: 56,15 Tage (+3,32 Tage)
  • Nordrhein-Westfalen: keine konkrete Auswertung

Viele Finanzämter wurden langsamer

Für die Auswertung fragte der Bund der Steuerzahler die Finanzverwaltungen aller Bundesländer nach ihren durchschnittlichen Bearbeitungszeiten für Steuererklärungen aus dem Jahr 2024.

Das Ergebnis: Trotz fortschreitender Digitalisierung arbeiteten viele Finanzämter im Jahr 2025 langsamer als im Vorjahr. Lediglich sechs Bundesländer konnten ihre Bearbeitungszeiten verkürzen. In den übrigen Ländern blieb die Dauer unverändert oder verlängerte sich um bis zu sechs Tage.

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„Es darf nicht vom Wohnort abhängen, wann Bürger und Betriebe ihren Steuerbescheid erhalten und möglicherweise sogar Geld zurückbekommen“, sagt Daniela Karbe-Geßler, Bundesgeschäftsführerin des Bundes der Steuerzahler.

Arbeitnehmer erhalten Bescheide oft schneller

Die Auswertung zeigt zudem Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen von Steuerpflichtigen: Besonders schnell bearbeitet wurden Steuererklärungen von Arbeitnehmern. In Berlin und Sachsen lag die durchschnittliche Bearbeitungsdauer sogar unter 40 Tagen.

Bei Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmern dauerte die Bearbeitung dagegen deutlich länger. Kein Bundesland kam in dieser Gruppe auf weniger als 40 Tage. Während im Vorjahr noch sechs Länder Steuererklärungen von Selbstständigen in weniger als 50 Tagen bearbeiteten, waren es zuletzt nur noch Hessen und Berlin.

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