Gefahr der Überhitzung

Wie Sie Ihrem Hund bei Hitze helfen können


26.06.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 3 Min.

Hund im See: Wasser ist eine gute Abkühlung für die Vierbeiner. (Quelle: iloliloli)

Im Sommer wird Hitze für Hunde zur echten Gefahr. Wann Spaziergänge sicher sind und welche Warnzeichen Halter kennen sollten.

Wenn die Temperaturen im Sommer klettern, freuen sich viele Menschen auf Freibad, Eisdielen und lange Abende draußen. Für Hunde ist die Hitze jedoch alles andere als angenehm.

Im Gegensatz zu Menschen können Hunde ihre Körpertemperatur kaum über die Haut regulieren, da sie nur über wenige Schweißdrüsen verfügen, die sich vorwiegend an den Pfoten befinden. Ihr wichtigster Kühlmechanismus ist daher das Hecheln. Dabei verdunstet der Speichel auf der Zungen- und Maulschleimhaut, wodurch Verdunstungskälte entsteht. Doch dieser Mechanismus stößt bei großer Hitze schnell an seine Grenzen. So können Halter ihren Hunden helfen.

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Gassi gehen: Wann und wo?

Die wichtigste Regel für Spaziergänge im Sommer lautet: Morgens früh oder abends spät – nicht in der Mittagshitze. Wälder und Parks bieten deutlich mehr Schatten als offene Felder oder Straßen und sind daher die bessere Wahl für heiße Tage.

Sportliche Aktivitäten wie Fahrradfahren mit dem Hund sollten bei hohen Temperaturen grundsätzlich vermieden werden. Was für den Halter entspanntes Radeln ist, bedeutet für den Hund anstrengendes Laufen in hohem Tempo – manche Tiere laufen dabei buchstäblich bis zum Umfallen.

Auch der Untergrund spielt eine wichtige Rolle: Asphalt heizt sich bei Sonneneinstrahlung extrem auf und kann die empfindlichen Pfotenballen verbrennen. Hier erfahren Sie mehr dazu, wie Sie die Pfoten Ihres Hundes schützen können.

Wasser und Abkühlung: Was wirklich hilft

Ausreichend frisches Wasser ist bei Hitze unverzichtbar. Zu Hause sollte der Napf stets gefüllt sein, unterwegs gehört eine Flasche Wasser zur Grundausstattung. Wer die Möglichkeit hat, kann dem Hund ein Planschbecken im Garten oder auf dem Balkon anbieten. Auch kühle Fliesen, ein schattiger Kellerplatz oder eine Kühlmatte sind gute Rückzugsorte. Wichtig dabei: Der Hund sollte den kühlen Platz jederzeit selbst aufsuchen und auch wieder verlassen können.

Beim Abkühlen gilt: kein eiskaltes Wasser. Wer einen überhitzten Hund mit eiskaltem Wasser übergießt, belastet den Kreislauf zusätzlich. Lauwarmes oder leicht kühles Wasser ist die richtige Wahl – am besten beginnend an den Beinen, dann erst am Körper.

Ventilatoren sind für Hunde übrigens weniger geeignet als für Menschen: Zugluft kann bei Tieren schnell zu Bindehautentzündungen führen. Auch beim Autofahren mit geöffnetem Fenster ist Vorsicht geboten.

Warnzeichen erkennen: Wann wird es gefährlich?

Erste Anzeichen einer Überhitzung sind starkes Hecheln, Unruhe und ein langgestreckter Hals mit weit heraushängender Zunge. Der Hund sucht nervös nach einem kühlen Ort. Gelingt die Abkühlung nicht, kann sich daraus ein Hitzschlag entwickeln. Typische Symptome sind:

  • schnelle, flache Atmung
  • hochrote Schleimhäute
  • Taumeln und Erschöpfung
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • starker Speichelfluss
  • Körpertemperatur über 40 Grad Celsius
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