Socken stricken

Schritt für Schritt: So gelingt das Fersenkäppchen


Aktualisiert am 05.11.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 3 Min.

Selbst gestrickte Socken: Sie helfen gegen kalte Füße im Winter. (Quelle: Elena Grishina)

Die Ferse gilt als schwierigste Passage beim Sockenstricken. Tatsächlich braucht das Käppchen nur zwei Handgriffe – und die kennen Sie schon.

Das Bündchen ist geschafft, der Schaft läuft rund – und dann steht sie an: die Ferse. Für viele Strickerinnen und Stricker ist sie die einzige echte Hürde an einer Socke. Rechte und linke Maschen sind längst Routine, doch der Übergang vom Bein zum Fuß wirkt wie ein kleines Kunststück.

Dabei ist die Käppchenferse, auch klassische Ferse genannt, nichts weiter als eine Abfolge von drei Bauteilen: der Fersenwand, die gerade nach unten gestrickt wird, dem Fersenkäppchen, das die Rundung unter dem Fuß formt, und dem Zwickel, der zurück zur ursprünglichen Maschenzahl führt. Sie zählt zu den beliebtesten Fersentechniken, gilt als strapazierfähig und sitzt besonders gut bei einem hohen Fußspann oder langen Fesseln.

Wer rechte und linke Maschen stricken kann, schafft auch das Käppchen. Nötig sind nur zwei Handgriffe: zwei Maschen zusammenstricken und eine Masche abheben.

Das braucht man für die Käppchenferse

  • ein Nadelspiel mit vier oder fünf Nadeln, alternativ eine Rundstricknadel
  • Sockenwolle, idealerweise mit Polyamidanteil, was die Ferse widerstandsfähiger macht
  • die passende Nadelstärke: bei vierfacher Sockenwolle meist 2,5 bis 3
  • Maschenmarkierer und eine Maßhilfe

Als Rechenbeispiel dient hier Größe 38/39 mit 60 Maschen, verteilt auf vier Nadeln mit je 15 Maschen. Entscheidend ist: Die Ferse wird nur über die Hälfte aller Maschen gearbeitet, in diesem Fall über 30. Die übrigen 30 Maschen ruhen auf den beiden Nadeln, die später die Fußoberseite bilden.

Schritt 1: Die Fersenwand stricken

Die 30 Fersenmaschen werden auf eine Nadel genommen und in Hin- und Rückreihen glatt rechts gestrickt – Hinreihen rechts, Rückreihen links. Als Faustregel gilt: So viele Reihen stricken, wie Maschen auf der Nadel liegen. Die Wollmarke Lana Grossa gibt für Größe 38/39 eine Fersenhöhe von 28 Reihen an, andere Anleitungen rechnen in Zentimetern und nennen 5 bis 6 cm.

Wichtig ist die erste Masche jeder Reihe: Sie wird nur abgehoben, nicht gestrickt. So entsteht eine saubere Kette am Rand, aus der sich später bequem Maschen auffassen lassen.

Schritt 2: Das Fersenkäppchen in Verkürzungsreihen

Jetzt kommt das Herzstück. Die 30 Maschen werden gedrittelt: 10 links, 10 in der Mitte, 10 rechts. Gearbeitet wird nur das mittlere Drittel, die äußeren beiden werden Masche um Masche aufgebraucht.

Hinreihe: die ersten 10 Maschen rechts stricken, dann das mittlere Drittel bis zur letzten Masche. Diese letzte Masche mit der ersten Masche des äußeren Drittels rechts zusammenstricken. Arbeit wenden. Rückreihe: die erste Masche abheben, die mittleren Maschen links stricken, die letzte Masche mit der nächsten äußeren Masche links zusammenstricken. Wenden. Diese beiden Reihen so lange wiederholen, bis die äußeren Drittel vollständig verbraucht sind.

Übrig bleiben die 10 Maschen des mittleren Drittels – das fertige Käppchen, eine kleine gewölbte Schale unter der Ferse.

Schritt 3: Maschen aus den Randmaschen auffassen

Nun wird wieder in Runden gestrickt. Dafür fassen Sie entlang beider Fersenkanten Maschen auf: bei 60 Maschen jeweils etwa 15 Maschen pro Seite. Die Randkette aus Schritt 1 gibt dabei die Einstichstellen vor. Die aufgenommenen Maschen und das Käppchen verteilen Sie anschließend auf die Nadeln.

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