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Gesundheit

So erkennen Sie die Krankheit

wochentlich.deBy wochentlich.de29 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Was ist PMDS?

Symptome und Tücken einer unsichtbaren Krankheit


Aktualisiert am 29.09.2026 – 11:12 UhrLesedauer: 5 Min.

Vergrößern des Bildes

PMDS kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben haben – häufig treten Angstgefühle, starke Reizbarkeit und depressive Episoden auf. (Quelle: LumiNola/getty-images-bilder)

Die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) stellt eine besonders schwere Form des PMS dar. Hier erfahren Sie mehr über Symptome und Ursachen der Erkrankung.

Die „Tage vor den Tagen“ können bei menstruierenden Personen durch emotionale und körperliche Symptome geprägt sein. Wenn die Periode eintritt, nehmen die unbeliebten Begleiterscheinungen wieder ab. Sind die psychischen Symptome so stark, dass sie den Alltag Betroffener erheblich einschränken, sollten Sie lieber einen Termin bei der Frauenärztin oder einem Frauenarzt machen. Denn dahinter könnte eine immer noch wenig bekannte und unterdiagnostizierte Krankheit stecken: die Prämenstruelle Dysphorische Störung, kurz PMDS.

Was ist PMDS? Definition und Ursache

Die Prämenstruelle Dysphorische Störung (im Englischen PMDD) ist eine neurobiologische, hormonabhängige Erkrankung, bei der das Gehirn von Betroffenen verändert auf normale hormonelle Schwankungen reagiert. Obwohl die Erkrankung in direktem Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus und Hormonen steht, handelt es sich nicht um eine Hormonstörung – die Hormonwerte sind meist unauffällig.

Deren Wirkung scheint bei PMDS-Betroffenen aber wie umgekehrt auszufallen. Dabei spielt besonders Progesteron und dessen Abbauprodukt eine Rolle. Zudem legen Studien nahe, dass die Verarbeitung des Botenstoffs Serotonin gestört ist, was die Stimmungssymptome und die Wirksamkeit von bestimmten Antidepressiva erklärt. PMDS gilt damit als neurobiologisch bedingte Erkrankung und ist auch keine rein psychische Erkrankung.

Symptome: Wie zeigt sich PDMS?

Für eine erfolgreiche Behandlung sollten die Symptome von mehreren Seiten betrachtet werden. Die Beschwerden treten ausschließlich in der Lutealphase auf, also zwischen Eisprung und Periode, und sind von psychischen Symptomen dominiert. Darunter:

  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit und Wut
  • Müdigkeit und Energielosigkeit
  • Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit
  • Depressivität
  • Suizidgedanken
  • Desinteresse und Antriebslosigkeit
  • Angst und Anspannung
  • Heißhungerattacken und Überessen
  • Kontrollverlust und Wesensveränderung

Auch körperliche Symptome können vorhanden sein, treten im Vergleich zu den psychischen Beschwerden allerdings in der Regel in den Hintergrund. Mit dem Eintreten der Periode bessern sich die Symptome zügig.

Warum manche Menschen PMDS entwickeln, ist bisher nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht davon aus, dass vererbte Anlagen oder durch Umwelteinflüsse geprägte Veränderungen, dafür verantwortlich sind. Traumatische Erfahrungen oder Stress können zusätzlich eine Rolle spielen – sie gelten allerdings eher als mögliche Verstärker, nicht als alleinige Ursache.

Der Unterschied zu PMS

Das Prämenstruelle Syndrom ist im Allgemeinen bekannter als die schwere Form PMDS. Die Liste von möglichen körperlichen Beschwerden ist lang: Blähbauch, Brustspannen, Rückenschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Krämpfe oder Benommenheit gehören dazu. Emotionale Beschwerden können zusätzlich auftreten und die Stimmung trüben. Bei den psychischen Beschwerden gilt zu unterscheiden, was „noch“ PMS oder schon PMDS ist. Wenn die psychischen Symptome wiederkehrend so stark sind, dass sie den Alltag und die Betroffenen im Griff haben, könnte es sich um PMDS handeln.


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Viele Frauen könnten viel Lebensqualität zurückgewinnen, wenn sie die richtige Diagnose und Behandlung erhalten.


Stephanie Eder


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