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You are at:Home»Gesundheit»So beeinflusst das Mikrobiom unser Wohlbefinden
Gesundheit

So beeinflusst das Mikrobiom unser Wohlbefinden

wochentlich.deBy wochentlich.de22 November 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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So beeinflusst das Mikrobiom unser Wohlbefinden
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Gemüse, unbehandelt, ungeschält und ungespritzt, liefert außer Ballaststoffen auch eine bakterielle Signatur aus Boden und Umwelt; auf Schale, Blättern und Knollen sitzen nicht selten Milchsäurebakterien oder harmlose, gesundheitsförderliche Umweltkeime und tragen zur natürlichen mikrobiellen Vielfalt bei. Natürlich ist das Gemüse vor Verzehr oder Zubereitung zu waschen, aber der alte Satz „Dreck reinigt den Magen“ steht auch für ein bestimmtes Maß an natürlicher Mikrobendiversität und kann hilfreich für unser Immunsystem sein.

Probiotika können die Beschwerden bei Lactoseintoleranz abmildern und helfen, Reizdarm sowie Leberbeschwerden, Migräne und verschiedene Hauterkrankungen zu lindern. Gut untersucht sind Effekte bestimmter Stämme bei Durchfällen in Verbindung mit Antibiotika, akuten infektiösen Durchfällen, einem Mikrobiom-Ungleichgewicht nach Antibiotikatherapie, Vaginalinfektionen sowie – in moderater Ausprägung – bei Ekzemen und auch Akne. Die Wirksamkeit ist dabei immer stamm- und indikationsspezifisch: ein Universal-Probiotikum gibt es nicht. Präbiotische Lebensmittel dienen, im Gegensatz zu den probiotischen, gewissermaßen zur Eigenversorgung der Darmbakterien – immer natürlich mit Auswirkung auf die Gesamtstimmungslage im Verdauungsorgan. Sie füttern unser Mikrobiom, bringen Blutzucker und Fette auf Linie, stärken die Abwehrkräfte und erleichtern unsere Verdauung allgemein.

Wurzelgemüse wie einmal erkaltete, gern auch wieder erwärmte Kartoffeln (es bildet sich dann die Darmflora fördernde resistente Stärke), Karotten, Pastinaken, Rote Bete oder Topinambur stehen hier im Ranking ganz oben. Ebenso wie die bitteren Salate Chicorée, Radicchio oder Endivie, dann Spinat und Mangold, Zwiebeln, Knoblauch und Lauch, Spargel oder Artischocken. Vieles davon lässt sich ohne größere Umstände in die alltägliche Ernährung einreihen. Wer die Darmgesundheit zusätzlich hätscheln will, greift zu Getreide und Hülsenfrüchten wie Hafer, Gerste, Bohnen oder Linsen, zu Obst, Nüssen und Saaten.

Kommt man mit sich und seinem Verdauungsinnenleben aber trotzdem nicht ins Reine, der Begriff dafür heißt Dysbiose (oft verbunden mit Verdauungsbeschwerden, Mattigkeit oder häufigeren Infekten), dem reicht die Supplement-Industrie die aufgehaltene Hand: Probiotika ist das Zauberwort für eine schier unüberschaubare Menge von Präparaten in allen Preisklassen, fantasievoll verpackt, mit Ehrfurcht gebietenden Namen.

Es handelt sich, wenn die Sache gut geht, um Produkte, die lebensfähige, definierte Bakterienstämme enthalten. Bakterienstämme, die als eine Art schnelle Eingreiftruppe den Darm stabilisieren, die Barriere stärken, das Immunsystem trainieren und entzündliche Reize abpuffern sollen. Gern wird im Marketing sogar das große Wort Darmsanierung gelassen ausgesprochen.

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