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Politik

Senioren-Union widerspricht Bundeskanzler Friedrich Merz bei Rente

wochentlich.deBy wochentlich.de26 April 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Senioren-Union widerspricht Bundeskanzler Friedrich Merz bei Rente
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Debatte um Altersvorsorge

Senioren-Union widerspricht Merz bei Rentenplan

Aktualisiert am 24.04.2026Lesedauer: 1 Min.

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Bundeskanzler Merz kündigt ein Umdenken bei der gesetzlichen Rente an. (Quelle: Michael Kappeler/dpa/dpa-bilder)

Die Senioren-Union fordert, dass 45 Beitragsjahre spürbar mehr als die Grundsicherung ergeben müssen. Merz hatte die Rente als künftige Basisabsicherung bezeichnet.

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, hat sich von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Rentendebatte distanziert.

„Der Senioren-Union ist wichtig, dass jeder, der 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, spürbar mehr als die Grundsicherung im Alter erhält, selbst, wenn er nur Mindestlohn erhalten hat“, sagte Hüppe den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Merz hatte bei einer Veranstaltung des Bankenverbands gesagt, die Rente könne künftig „allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter“. Die Äußerung stieß seitdem auf Kritik, auch beim Koalitionspartner SPD.

Andernfalls sei der Anreiz, zu arbeiten statt Bürgergeld zu beziehen, noch geringer, erklärte Hüppe. „Das würde zusätzlich die Schwarzarbeit fördern.“

Auch der Düsseldorfer Ökonom Jens Südekum, Berater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), widersprach Merz. „Die gesetzliche Rente ist keine reine Basisabsicherung, sondern für viele alte Menschen die einzige Einkommensquelle“, sagte er der „Rheinischen Post“. Zugleich sagte Südekum, Merz habe recht, dass private Altersvorsorge künftig eine größere Rolle spielen müsse – das stelle die Rolle der gesetzlichen Rente aber nicht in Frage.

Eine ähnliche Position nahm Monika Schnitzer ein, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. „Die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz lässt sich als Hinweis auf den wachsenden Reformdruck im Rentensystem verstehen“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Private Vorsorge müsse künftig einen deutlich größeren Stellenwert bekommen, um die gesetzliche Rente wirksam zu ergänzen.

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