Polizei im Großeinsatz
Selenskyj kommt nach Berlin – Treffen mit Merz geplant
Aktualisiert am 03.11.2026 – 09:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommt überraschend nach Berlin. Das kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz an.
Bei dem Treffen am Dienstag in Berlin geht es unter anderem um finanzielle Hilfen für die Ukraine im Winter. Die russischen Luftangriffe der vergangenen Wochen und Monate hatten gezielt auch die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier genommen.
Militärisch benötigt die Ukraine vor allem Luftabwehrraketen, mit denen die gefährlichen ballistischen Raketen Russlands abgewehrt werden können. Das beste Mittel sind die US-Patriots, die zwar auch in zahlreichen anderen Ländern vorhanden, aber schwer entbehrlich sind. Die Bundeswehr hat schon alle Patriot-Systeme abgegeben, auf die sie verzichten kann, ohne die eigene Luftabwehr zu gefährden.
Kurz vor der Ankunft kündigte der US-Sondergesandte Steve Witkoff für nächste Woche Dienstag und Mittwoch eine neue Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi an. Sie soll auf Arbeitsebene der Berater der Staats- und Regierungschefs stattfinden. „Die Gespräche werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen“, erklärte er.
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Zudem sollen Witkoff zufolge US-Gesandte diese Woche mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Nato sowie der EU zusammenkommen. Bei den Gesprächen in Brüssel soll es um die Themen Sicherheitsgarantien für die Ukraine, Europas Sicherheitsordnung nach dem Krieg sowie um den Wiederaufbau gehen.
Merz reiste überraschend nach Kiew
Die Europäer bestehen darauf, an den Verhandlungen beteiligt zu werden. Auf deutscher Seite geht man von einer europäischen Präsenz in Abu Dhabi aus, auch wenn man dort nach jetzigem Stand wohl nicht mit am Tisch sitzt.
Merz hatte Selenskyj im vergangenen Monat in Kiew besucht und dabei weitere Unterstützung für die ukrainische Luftabwehr zugesagt. Auch beim EU-Gipfel in Brüssel waren beide zusammengekommen.
Selenskyj hatte dort unter anderem weitere Finanzhilfen in Höhe von 70 Milliarden Euro gefordert. Die EU-Spitzen vermieden jedoch eine konkrete Zusage. Merz war zuvor mit einem Vorhaben gescheitert, die Ukraine mit auf Bankkonten in der EU eingefrorenem russischen Vermögen zu unterstützen.
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