Laut Justizministerium
Mutmaßlicher Sechsfach-Mörder von Stade ist tot
Aktualisiert am 21.07.2026 – 14:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Morgen macht ein JVA-Bediensteter die Entdeckung: Der Verdächtige von Stade liegt tot in seiner Zelle. Die Todesursache: Strangulation.
Der Mann, der in einem Mutter-Kind-Heim in Stade sechs Menschen erschossen haben soll, ist tot. Das bestätigte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums t-online am Dienstag.
„Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse handelt es sich um einen Suizid“, teilte das Ministerium mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nicht vor.
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Der Gefangene wurde dem Ministerium zufolge am Dienstagmorgen um 6.05 Uhr von einem Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Bremervörde bei der morgendlichen Kontrolle in seiner Einzelzelle gefunden. „Der Gefangene wies zu diesem Zeitpunkt bereits keine Körpertemperatur mehr auf“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. „Durch den herbeigerufenen Notarzt wurde um 6.29 Uhr der Tod des Gefangenen durch Strangulation festgestellt.“
Hinweis der Redaktion
Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.
Fatih G. wollte sich wohl schon direkt nach der Tat umbringen
Wie sich der Verdächtige selbst in seiner Zelle töten konnte, wird jetzt untersucht. Sowohl die Angehörigen des Toten als auch die Angehörigen der Opfer von Stade sind mittlerweile informiert.
Der 45 Jahre alte Fatih G. soll Ende Juni in Stade sechs Menschen erschossen haben, jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung in Stade. Hintergrund ist nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des Verdächtigen. Der Verdächtige wurde nach der Tat festgenommen. Gegen ihn wurde wegen Mordes ermittelt.
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Schon direkt nach seinem Amoklauf hatte er sich offenbar das Leben nehmen wollen. Das berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf die Polizei. Sein Selbstmord sei nur daran gescheitert, dass er keine Munition mehr hatte, hieß es.
