Panikrocker erkrankt

Udo Lindenberg muss weiteren Auftritt absagen

23.07.2026 – 04:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Udo Lindenberg (Archivfoto): Der Musiker muss seine krankheitsbedingte Auszeit verlängern und hat einen Termin abgesagt. (Quelle: IMAGO/Gartner/imago)

Udo Lindenberg wendet sich an seine Fans: Der Sänger sagt den nächsten Auftritt ab. Was ihn seit Wochen aus dem Verkehr zieht, lässt sich nicht vertreiben.

Es ist genau das eingetreten, was Udo Lindenberg nach eigenen Worten „auf gar keinen Fall erleben wollte“: Der Musiker und Maler aus Hamburg kann beim Abschlusskonzert des von ihm gestifteten Panikpreises am 1. August nicht auftreten. Das teilte seine Kommunikationsagentur mit. Die Veranstaltung findet im Kloster Hirsau im baden-württembergischen Calw statt.

Grund ist eine über einen längeren Zeitraum verschleppte schwere Gastritis, eine Entzündung der Magenschleimhaut. Auf dringende ärztliche Empfehlung benötige der 80-Jährige ausreichend Zeit zur vollständigen Genesung, hieß es von der Agentur. Die Entscheidung falle ihm sehr schwer, er sage „zu seinem größten Bedauern“ ab.

Panikpreis liegt Udo Lindenberg sehr am Herzen

Lindenberg, der in Hamburg im Hotel Atlantic wohnt, selbst wandte sich auf Instagram an seine Fans. „Meine Gastritis ist ein hartnäckiger Gast und lässt sich bisher einfach nicht vertreiben und ich bin noch immer in ärztlicher Behandlung“, schrieb er. „An Bühne ist jedenfalls noch nicht zu denken, auch wenn ich es noch so gerne möchte.“ Geplant war ein gemeinsamer Auftritt mit seinem Freund Jean Jacques und „unseren Kids on stage“.

„Ich habe mich so auf den Abend und Euch, meine Panik-Family, gefreut“, so der Sänger weiter. Ihm liege der Preis sehr am Herzen, es sei ihm wichtig, ihn zu unterstützen. „Aber die Gesundheit entzieht sich unserer Kontrolle und das ist manchmal schwer zu akzeptieren.“ Für die vielen Fans, die sich freigenommen hätten und von weit her anreisten, tue es ihm „unendlich leid“. Zugleich versprach er: „Sobald Dr. Schleuderknie wieder über die Bühne federt, sehen wir uns wieder.“

Zahlreiche Follower wünschen Udo Lindenberg gute Besserung

Unter dem Beitrag sammelten sich binnen weniger Stunden zahlreiche Genesungswünsche für den Panikrocker. „Gesundheit geht vor. Immer“, schrieb ein Nutzer, ein anderer riet: „Hey Udo, mach langsam. Wir brauchen dich noch für viele panische Jahre.“ Kritik gab es allerdings auch: Ein Fan beklagte, eine frühere Absage wäre fairer gewesen. „2,5 Wochen vorher Bescheid geben, das wäre fair gewesen, da hätte man nämlich noch kostenlos stornieren können. Und wir wohnen nicht nur um die Ecke. Fahrtzeit minimum 5 Stunden.“ Doch es schlug Udo Lindenberg auch Hass entgegen. Ein anderer Nutzer kanzelte ihn dafür knapp ab: „Heul leise“.

Auch „Die Paniker“, die in Calw auftreten, meldeten sich zu Wort: „Wir hätten uns so gefreut, dich an diesem besonderen Abend an diesem besonderen Ort auf der Bühne zu sehen … ABER Gesundheit geht vor.“ Man werde „alles geben, um die Panik in deinem Namen gebührend mit der Panik-Family zu feiern“.

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