Deutscher fuhr ihm zu langsam
Maserati-Fahrer zu Riesen-Strafe verdonnert
01.06.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Schweizer Multimillionär tobt: Am Bodensee soll er einen Seat-Fahrer ausgebremst und beschimpft haben. Die Strafe dafür ist ihm viel zu hoch.
In der Schweiz ist ein reicher Maserati-Fahrer zu einem hohen Bußgeld verurteilt worden. Wie die „Thurgauer Zeitung“ berichtete, muss der 71-Jährige 10.000 Franken (11.000 Euro) zahlen, weil er im Dezember bei Egnach am Bodensee ausrastete.
Dem „Blick“ erklärte der Mann nun, was ihn damals so wütend machte: Vor ihm sei ein deutscher Seat-Fahrer förmlich über die Straße geschlichen. Teilweise fuhr dieser angeblich nur 35 oder 40 km/h. „Ich habe gedacht: Fahr doch deine 50“, sagte der Multimillionär laut „Blick“. Darum habe er zuerst die Lichthupe betätigt und den Seat dann überholt und ausgebremst.
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Daraufhin stieg der Millionär aus, ging zum Seat und brüllte den zum Anhalten gezwungenen Fahrer laut Strafbefehl an. Womit er nicht gerechnet hatte: Unmittelbar hinter ihm war eine zivile Polizeistreife unterwegs – und die Beamten bekamen alles mit.
Staatsanwaltschaft: Schon „dritte grobe Verkehrsregelverletzung“
Zusätzlich zur Geldbuße brummte die Staatsanwaltschaft dem reichen Senior noch eine Geldstrafe wegen Nötigung auf, setzte diese allerdings zur Bewährung aus. Festgesetzt wurden laut „Thurgauer Zeitung“ 50 Tagessätze zu je 1.010 Franken, umgerechnet sind das mehr als 55.000 Euro. In der Schweiz sprechen anders als in Deutschland die Staatsanwaltschaften Strafbefehle aus, wo dafür Gerichte zuständig sind.
Der Multimillionär zeigte sich laut „Blick“ wütend. Er fühle sich „abgezockt“, ganz nach dem Motto: „Der hat einen Maserati, dem würgen wir jetzt einen rein.“
Dabei hat der Mann wohl noch Glück gehabt, dass die Geldstrafe nur zur Bewährung ausgesetzt wurde. Denn dieser Fall sei bereits die „dritte grobe Verkehrsregelverletzung“ des Millionärs gewesen, zitierte der „Blick“ die Staatsanwaltschaft. Einen Einspruch gegen den Strafbefehl habe der Mann mittlerweile zurückgezogen, berichtete die Zeitung weiter.
Damit erspart er sich einen möglichen Prozess vor Gericht, was ihm gelegen kommen dürfte: Bisher wisse seine Frau nichts vom Ausraster gegenüber dem Seat-Fahrer, sagte er dem „Blick“.
