Für den Nordwesten Deutschlands warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor überfrierender Nässe. Insbesondere dort, wo es nachts aufklart, könnte es gefährlich werden. Oberhalb von 400 Metern ist mit anhaltender Glätte durch Neuschnee zu rechnen.
Erlaubt nun die zweite Novemberhälfte mit den niedrigen Temperaturen Rückschlüsse auf den Verlauf des kommenden Winters? Wetterexperte Terli verneint: „Ein Kälteeinbruch macht noch keinen Winter aus.“ Auch im November seien Kälteeinbrüche möglich. „Was sich jedoch in der Höhe der Atmosphäre jetzt schon abzeichnet, ist interessant“, fügt der ZDF-Moderator hinzu. „Der Polarwirbel in etwa 30 Kilometern Höhe in der Stratosphäre wird verschoben und könnte durchaus in den nächsten Wochen für andere Wettermuster sorgen, als wir sie erwarten würden.“
Eine Verschiebung des Polarwirbels könnte zu einer sehr ungemütlichen und kalten Witterung für mehrere Wochen führen. „Normalerweise sträube ich mich als Meteorologe gegen eine Einschätzung von Jahreszeiten, aber das Verhalten des Polarwirbels wird eine Änderung hervorrufen“, so Terli. Vorausgesetzt, die aktuelle Prognose trifft ein.
Doch auch wenn sich der Polarwirbel verschieben sollte und Deutschland in der Folge kalte Wochen erwarten, sei nicht zu erwarten, dass der gesamte Winter kälter ausfällt als im Schnitt der letzten Jahrzehnte. „Die Winter sind in den letzten Jahren deutlich zu warm gewesen“, betont der Meteorologe. Eine Kältewelle bedeute bei Weitem nicht, dass die globale Erhitzung beendet wäre. „Denn die globale Mitteltemperatur steigt tendenziell weiter an und beschleunigt sich sogar“, stellt Terli klar.
