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Schiri Omar Artan darf nicht einreisen – USA erklären sich

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Schiri Omar Artan darf nicht einreisen – USA erklären sich
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Grund für verwehrte Einreise

US-Regierung äußert Vorwurf an abgewiesenen WM-Schiri

10.06.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Omar Artan: Der für die WM vorgesehene Schiedsrichter durfte nicht in die USA einreisen. (Quelle: Mosa’ab Elshamy/AP/dpa/dpa-bilder)

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Omar Artan, Afrikas bester Schiedsrichter 2025, wird von US-Grenzbeamten in Miami abgewiesen. Die US-Regierung rechtfertigt dies mit einem Vorwurf an den Unparteiischen.

Die US-Grenzbehörde CBP hat dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan die Einreise in Miami verweigert. Ein anonymer US-Regierungsvertreter nannte gegenüber CNN nun den Grund: Bei der Überprüfung am Flughafen seien „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ festgestellt worden. Artan war für die WM 2026 als Unparteiischer vorgesehen.

Weitere Einzelheiten nannte der Regierungsvertreter nicht. Bei der Befragung hatten US-Grenzbeamte Artan zu seiner Reise sowie zur politischen Lage in Somalia befragt. Im Fokus stand die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab. Sie ist in Teilen des Landes aktiv und kämpft seit Jahren gegen die somalische Regierung.

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Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen unter Präsident Donald Trump betroffen sind. Bürger dieser Länder werden bei der Einreise zusätzlichen Überprüfungen unterzogen.

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Artan hatte am Samstag versucht, in Miami einzureisen. Seine Reise hatte in Nairobi begonnen, wo er auf die erforderlichen Reisedokumente gewartet hatte. Anschließend flog er über Istanbul nach Miami, um an einem Vorbereitungstreffen der Fifa-Schiedsrichter teilzunehmen.

Gegenüber der „New York Times“ zeigte er sich „sehr, sehr enttäuscht“. Er sei „einfach nur ein Schiedsrichter“, der versuche, sich mit der WM-Teilnahme den größten Traum seines Lebens zu erfüllen. Formelle Fehler seien ihm nicht unterlaufen: „Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum.“

WM-Schiedsrichter trainieren gemeinsam in Miami

Der afrikanische Fußballverband hatte Artan als einen von sieben afrikanischen Unparteiischen für die diesjährige Weltmeisterschaft ausgewählt. Er wäre der erste Somalier gewesen, der bei einer WM als Schiedsrichter im Einsatz ist. 2025 war er als Afrikas bester männlicher Schiedsrichter ausgezeichnet worden.

Da die WM-Schiedsrichter gemeinsam in Miami trainieren und vorbereitet werden, ist ein Einsatz Artans auch in den weiteren Gastgeberländern Mexiko und Kanada derzeit ausgeschlossen.

Das somalische Ministerium für Jugend und Sport kritisierte die Entscheidung. Artan sei die Einreise „ohne einen triftigen Grund“ verweigert worden. Die somalische Regierung habe sofort Kontakt zu den US-Behörden und zur Fifa aufgenommen, bislang aber keine Lösung gefunden. Die Fifa erklärte: „Die FIFA ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge.“ Wie bei vorherigen Turnieren habe das Gastgeberland das ultimative Recht, über die Visavergabe zu entscheiden.

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