„Es tut mir in der Seele weh“
Ruth Moschner gratuliert AfD zum Wahlsieg und macht Mut
07.09.2026 – 10:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Sonntag fand in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl statt. Die AfD ging als Sieger hervor. Moderatorin Ruth Moschner, die die Partei häufig kritisierte, äußert sich zum Sieg.
„Ich gratuliere der AfD ganz herzlich zum Wahlsieg“, hat Ruth Moschner nun auf ihrem Instagram-Profil geschrieben und es auch noch einmal in einem Video wiederholt. Damit bezog sie sich auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD gewonnen hatte.
Sie habe sich einen anderen Wahlausgang gewünscht, erklärte sie. „Es tut mir in der Seele weh, aber da müssen wir jetzt alle durch“, so die 50-Jährige. „Ich bin wirklich gespannt, wie das Ganze jetzt weitergeht. Ich kann es kaum abwarten.“ In diesem Zusammenhang verwies Moschner auf das Wahlprogramm der AfD, das sich größtenteils „überhaupt nicht realisieren und finanzieren“ lasse. Auch juristisch sei es an einigen Stellen schwierig.
- Überblick: Newsblog zur Wahl in Sachsen-Anhalt
- Bei den Zweitstimmen: Nur ein Wahlkreis geht nicht an die AfD
Moschner richtete weiter den Blick nach vorn. Es höre jetzt nicht auf, dass man sich für die Demokratie einsetzen müsse. „Es gibt noch so viele Leute da draußen, die an Menschlichkeit und Gerechtigkeit glauben“, sagte sie. Sie werde diese Leute weiterhin unterstützen. In Richtung Bundesregierung sagte sie: „Ich bin niemand, die sich jetzt öffentlich hinstellt und Leute anzählt. Aber natürlich habe ich auch da gewisse Erwartungshaltungen.“
„Das lasse ich mir nicht nehmen“
Im weiteren Verlauf erklärte sie, dass sie viele Nachrichten wegen ihrer Glückwünsche an die AfD erhalten habe. Darauf reagierte Moschner mit einem kurzen Text: „Mir sind Anstand und Respekt sehr wichtig. Das lasse ich mir nicht nehmen. Die AfD ist nun mal Wahlsiegerin. Mit welchen Mitteln, das muss sie mit sich selbst ausmachen. Wir machen weiter: friedlich, laut und vor allem gemeinsam für Menschlichkeit.“
- Analyse: So geht es nicht weiter
In der Vergangenheit äußerte sich Moschner häufig zu der AfD. Erst kurz vor der Wahl warnte sie: „Die AfD ist eine Partei, angeführt von Reichen, finanziert von Milliardären, die einen auf Underdog macht, es aber nicht mehr ist.“ Weiter sagte sie: „Wählt Menschlichkeit. Fremdenhass ist pure Willkür. Denn wir alle können von heute auf morgen irgendwo fremd sein.“
Ihren langen Videobeitrag schloss sie mit optimistischen Worten: „Ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der sich Menschen das nicht einfach so gefallen lassen.“ Sie hoffe, dass wir „ein anderes blaues Wunder“ erleben werden.