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Rückruf von zwei Modellen wegen Bremsproblemen

wochentlich.deBy wochentlich.de29 April 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Rückruf von zwei Modellen wegen Bremsproblemen
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Das müssen Halter wissen

Bremsprobleme: Rückruf bei Audi


Aktualisiert am 29.04.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

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Q8 e-tron: Das dicke SUV war Audis erstes „richtiges“ Elektro-Modell und lief zunächst unter dem Namen e-tron. (Quelle: sagmeister_potography/Hersteller)

Ein mögliches Problem an der Bremse zwingt Audi zu einem umfangreichen Rückruf. Auch in Deutschland müssen Tausende Elektroautos in die Werkstatt.

Audi ruft weltweit Zehntausende Elektroautos in die Werkstätten. Betroffen sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) insgesamt 96.180 Fahrzeuge, davon 14.061 in Deutschland. Es geht um die Modelle e-tron quattro sowie Q8 e-tron – jeweils auch in den Sportback-Varianten.

Grund für den Rückruf ist eine fehlerhafte Verschraubung am Bremspedal. Wie aus den KBA-Angaben hervorgeht, kann es dadurch zu einer eingeschränkten Bremsfunktion kommen. Im schlimmsten Fall verzögert das Fahrzeug beim Tritt auf das Bremspedal nicht wie vorgesehen. Laut Unterlagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA könnte dann nur noch die Notbremsfunktion greifen, was das Unfallrisiko erhöht. Bekannte Fälle mit Sach- oder Personenschäden gibt es jedoch bisher nicht.

Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 2. Februar 2018 und dem 11. Juni 2024 gebaut wurden. Dabei handelt es sich technisch um eine Baureihe: Das ursprünglich als e-tron quattro eingeführte Modell wurde im Zuge einer Modellpflege in Q8 e-tron umbenannt. Produziert wurden die betroffenen Fahrzeuge ausschließlich im Audi-Werk in Brüssel. Dort lief die Fertigung bis Anfang 2025, bevor der Standort geschlossen wurde.

Bei dem Werkstattaufenthalt prüfen die Betriebe die Verschraubung der Druckstange am Bremspedal. Entspricht sie nicht den Vorgaben, wird sie mit dem korrekten Drehmoment nachgezogen. Teile müssen nach derzeitigem Stand nicht ersetzt werden. Für die Kunden ist die Maßnahme kostenlos.

Die Ursache für das Problem liegt laut NHTSA in der Produktion. Demnach wurde die Verschraubung bei einem Zulieferer teilweise nicht mit dem vorgesehenen Drehmoment angezogen. Das Problem war bei Audi bereits bekannt und hatte zu einer früheren, kleineren Rückrufaktion geführt. Anfang dieses Jahres stellte sich jedoch heraus, dass auch weitere Bauteile betroffen sind, die damals nicht berücksichtigt wurden. Der Rückruf wurde daraufhin deutlich ausgeweitet.

Die Aktion läuft bei Audi unter dem Code 46P7. Weitere Informationen erhalten Halter bei Audi (Telefon 0800 28 347 378 423) oder in Vertragswerkstätten. Die Maßnahme wird in Deutschland vom Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 16411R überwacht, betroffene Halter werden also direkt von der Behörde informiert.

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