Nach WM-Aus

Völler äußert sich zur Abfindung von Nagelsmann

Aktualisiert am 08.07.2026 – 03:35 UhrLesedauer: 3 Min.

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DFB-Zukunft: Völler wird deutlich. (Quelle: MagentaTV)

DFB-Sportdirektor Rudi Völler verteidigt Julian Nagelsmann gegen überzogene Kritik, benennt aber konkrete Fehler des zurückgetretenen Bundestrainers. Auch zur kolportierten Millionen-Abfindung stellt Völler die Dinge richtig.

In einer Medienrunde in Frankfurt am Main hat DFB-Sportdirektor Rudi Völler eingeräumt, dass Julian Nagelsmann mit einigen Aussagen und Auftritten Fehler gemacht hat. Die massive öffentliche Kritik am zurückgetretenen Bundestrainer hält Völler dennoch für überzogen. Außerdem korrigierte er Berichte über die Höhe von Nagelsmanns Abfindung nach unten.

In der Runde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ sagte Völler: „Es gibt ein paar Dinge, die man kritisch sehen kann. Die extreme Kritik an Julian fand ich ungerecht, da tut er mir leid. Es gab durchaus unglückliche Aussagen von Julian, aber die Stimmung um ihn war vor dem Turnier schon nicht gut.“

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Nagelsmann hatte nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay weitermachen wollen. Deutschland verlor das Elfmeterschießen mit 3:4. Unter massivem öffentlichem Druck trat er zurück. Völler, der Nagelsmann stets verteidigt hatte, räumte ein: „Aber ich habe schnell gemerkt, dass diese Diskussion, durch die Nominierung, durch Aufstellung, durch ein paar unglückliche Aussagen von Julian, dass dann die Stimmung nicht richtig gut rüberkam. Das habe ich schon verstanden, habe ich auch mitbekommen.“

Im Video | Völler findet deutliche Worte zu Nagelsmann

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Quelle: MagentaTV

Als konkretes Beispiel nannte Völler Fotos aus dem Trainingscamp. Sie zeigten Nagelsmann mit seiner Lebensgefährtin Lena Wurzenberger auf Fahrrädern. Der Weltmeister von 1990 sagte: „Fotos haben einfach eine Wucht. Das ominöse Foto mit Lena auf dem Fahrrad hat der Sache sicherlich nicht gutgetan. Das war nicht optimal, ist aber nicht mehr zu lösen. Das waren Kleinigkeiten, die man nicht noch mal machen muss.“ Zugleich betonte er: „Aber deswegen haben wir nicht drei Elfmeter verschossen im Spiel gegen Paraguay. Oder der Schiri hätte auch das Tor geben können von Jonathan Tah, das hat damit auch nichts zu tun.“

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