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Router-Hersteller fordern strengere Regeln bei Import

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Router-Hersteller fordern strengere Regeln bei Import
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Furcht vor Spionage

Router-Hersteller fordern strengere EU-Regeln bei importierten Geräten

Aktualisiert am 16.06.2026 – 09:34 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Router mit Netzwerkkabeln: Die Geräte könnten zur Spionage genutzt werden, befürchten europäische Router-Hersteller. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

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EU-Sicherheitsvorschriften für 5G-Mobilfunk sollen Spionage und Sabotage vorbeugen – Grund ist das Misstrauen gegen China. Für Heimnetzwerke gibt es keine entsprechenden Regeln.

Vier deutsche und ein litauischer Router-Hersteller fordern scharfe Kontrollen importierter Internet-Netzwerkgeräte in Europa. Vorbild sollen die gegen chinesische Erzeugnisse gerichteten Sicherheitsvorschriften der EU für den 5G-Mobilfunk sein. „Router und Netzwerkgeräte müssen von der Politik ebenso stringent geschützt werden wie 5G-Netze“, heißt es in der Mitteilung des neu gegründeten Safenet-Verbands. Beteiligt sind die deutschen Unternehmen Fritz, Devolo, Lancom und TDT sowie Teltonika aus Litauen.

Wie das 5G-Instrumentarium der EU zielen die Forderungen auf chinesische Produkte, auch wenn diese in der Mitteilung nicht ausdrücklich genannt sind. Da Telekommunikationsgeräte von außen über das Netzwerk aktualisiert und gewartet werden können, gibt es Sorgen, dass staatliche chinesische Stellen dieses Einfallstor für Spionage und gegebenenfalls sogar Sabotage nutzen könnten, um Netzwerke im Konfliktfall stillzulegen.

  • Fehler beheben: Die häufigsten Router-Probleme und wie sie sich lösen lassen
  • Alte Router sinnvoll nutzen: So werden ausgediente Geräte nützlich

Die Ampel-Koalition hatte den 5G-Mobilfunkanbietern vorgeschrieben, ab 2026 keine Komponenten der beiden chinesischen Hersteller Huawei und ZTE im Kernnetzwerk mehr zu verbauen.

Vorwurf: Kontrolle außereuropäischer Heimnetzwerkgeräte fehlt

Nach einer von den Firmen zitierten Studie laufen aber nur sieben Prozent des europäischen Internetverkehrs über den Mobilfunk, 93 Prozent hingegen über Router und Heimnetz-Gateways. Der Marktanteil chinesischer Hersteller in diesem Bereich beläuft sich demnach auf knapp 40 Prozent.

Die fünf heimischen Unternehmen werfen der Politik vor, dass die EU-Märkte in diesem Bereich offen für außereuropäische Produkte seien, die strategische Abhängigkeiten erzeugten und Sicherheitsrisiken darstellten.

Herkunftsnachweis, europäische Technik und Sicherheitsregeln

So haben die fünf Unternehmen drei Forderungen: Hersteller und Internetanbieter sollen ausweisen, wo Geräte und Firmware hergestellt und entwickelt werden. Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur und öffentlich finanzierte Einrichtungen sollen europäische Netzwerktechnologie nutzen. Und die EU soll neben dem 5G-Instrumentarium vergleichbare Sicherheitsvorschriften für Router und Netzwerktechnologie erlassen.


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