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Finanzen

Rohstoffexporte – Gallium und Germanium werden knapp in Deutschland

wochentlich.deBy wochentlich.de27 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Rohstoffexporte – Gallium und Germanium werden knapp in Deutschland
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China dominiert den Weltmarkt

Und an China führt kaum ein Weg vorbei. Dort werden 80 Prozent des weltweiten Galliums und mehr als 60 Prozent des Germaniums gewonnen. China hat in den vergangenen Jahrzehnten stark in kritische Rohstoffe investiert und dominiert sowohl beim Abbau als auch bei der Verarbeitung große Teile der Wertschöpfungskette von Mineralien. Auch außerhalb des Landes besitzt China Minenrechte und Abbaugenehmigungen.

Vergrößern des Bildes
Germanium: Das Metall wird in der Hochtechnologie benötigt. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/natatravel/imago)

Der Experte Hell warnt: „Wer sich bislang auf Chinas Lieferungen verlassen hat, sollte spätestens jetzt nach Alternativen suchen.“ Außerhalb Chinas werde die Rohstoffversorgung wirklich schwierig. Dabei ist die Erkenntnis nicht neu. Bereits im vergangenen Herbst warnte Hell im „Handelsblatt“: „Nun bewegt sich der Markt in Richtung Panik, um nicht zu sagen: Blankes Entsetzen macht sich in der Industrie breit.“

Denn die Preise sind deutlich gestiegen. Noch können viele Unternehmen allerdings ihre Produktion aufrechterhalten. Das Rüstungsunternehmen Hensoldt teilte der „Süddeutschen Zeitung“ im vergangenen Jahr mit: „Wir haben auf die Situation bei Germanium bereits vor einiger Zeit reagiert und alternative Lieferquellen identifiziert.“ Auch Rheinmetall teilte mit, man verfüge über „stabile und sichere Lieferketten, sodass die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen für unsere Produktion sichergestellt“ sei.

imago images 0857428216Vergrößern des Bildes
Gallium: Das Element wird unter anderem für Satelliten gebraucht. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/natatravel/imago)

Doch das könnte sich ändern, wenn die Produktion militärischer Produkte weiter hochgefahren wird, so wie es das Ziel ist. Das gilt insbesondere für kleinere Start-ups, die an Drohnen arbeiten. Die produzieren aktuell nur kleine Stückzahlen, wollen das aber ändern.

In Deutschland gibt es bisher allerdings wenig Anzeichen für einen Strategiewechsel – auch bei anderen kritischen Rohstoffen. So ist Chinas Anteil am Importwert Seltener Erden 2025 von 18,6 auf 31,2 Prozent gestiegen. Deutsche Unternehmen gaben 2025 rund 24,2 Millionen Euro für Seltene Erden aus China aus. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Deutschland und Europa deutlich im Rückstand

Und so wächst die Erkenntnis, dass Deutschland und Europa es verpasst haben, auf die Entwicklungen in China frühzeitig zu reagieren. Der Europäische Rechnungshof kritisierte im Februar, dass der Ausbau heimischer Minen, der Aufbau von Recyclingkapazitäten und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren „weiterhin erheblich“ stockten. Deutschland hat zur Förderung zwar vor eineinhalb Jahren einen Rohstofffonds mit einer Milliarde Euro aufgesetzt, fördert bisher allerdings erst drei Projekte.

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