Nach Insolvenz bei Feneberg
Rewe baut Filialnetz weiter aus
08.07.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Rewe setzt auf Expansion und steigt bei Feneberg ein. Das Unternehmen setzt ohnehin auf Kooperation mit regionalen Nahversorgern.
Rewe übernimmt einen Teil der Standorte der insolventen Supermarktkette Feneberg. Geplant sei der künftige unabhängige Betrieb jeweils eines „wesentlichen Teils“ der insgesamt 72 Standorte durch die Investorengruppe LEH-Allgäu GmbH und durch Rewe, heißt es in einer Mitteilung.
Feneberg befinde sich seit dem 1. April 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Mit der Investorenvereinbarung sei ein wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung von Standorten, Arbeitsplätzen und der Nahversorgung in der Region erreicht worden, heißt es weiter. Umgesetzt werden soll die Vereinbarung durch einen Insolvenzplan, der noch der Zustimmung der Gläubiger der Feneberg Lebensmittel GmbH bedarf.
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Ziel sei es, das Traditionsunternehmen zu erhalten sowie Nahversorgung und Arbeitsplätze im Allgäu und in Süddeutschland zu stärken. Die Vereinbarung soll zudem die Grundlage für die weitere Entwicklung der Standorte schaffen.
Bis zu einer Entscheidung der zuständigen Behörden bleibt die Vereinbarung unter Vorbehalt.
Kooperation mit Enso & Co.
Rewe setzt verstärkt auf die Kooperation mit lokalen Versorgern. In der Pfalz kooperiert das Unternehmen mit der Warenhaus-Kette Wasgau, das auch stark auf lokale Produzenten setzt, etwa die renommierten Winzerbetriebe in der Region. Zudem übernimmt Rewe die Logistik von „Tante Enso“, ein Smart Store des Bremer Einzelhandelsunternehmens Enso für ländliche Regionen. Enso hatte zuletzt weite Teile des Filialnetzes des Unternehmens tegut in Hessen übernommen.
Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet. Anfang 2013 übernahm Migros die Kette, die in sechs Bundesländern vertreten ist. Die meisten Märkte befinden sich in Hessen. Laut Migros gibt es etwa 340 Tegut-Filialen, inklusive der 40 „Teo“-Minimärkte. Knapp 7.500 Menschen sind bei Tegut beschäftigt.
