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Rettungsmission gescheitert: Nasa-Weltraumteleskop stürzt ab

wochentlich.deBy wochentlich.de20 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Swift-Satellit

Rettungsmission gescheitert: Nasa-Weltraumteleskop stürzt ab


20.08.2026 – 14:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Swift-Sonde: Das Weltraumteleskop befindet sich seit fast 22 Jahren im All. (Quelle: Nasa)

Ein Manöver zur Rettung eines Forschungssatelliten ist gescheitert. Die Nasa gibt das Swift-Teleskop jetzt auf.

Die Nasa wollte den seit 2004 im All kreisenden Forschungssatelliten Swift vor dem Absturz bewahren. Jetzt ist das Manöver gescheitert, wie die US-Weltraumbehörde auf ihrer Seite mitteilt. Demnach wird das Weltraumteleskop in die Erdatmosphäre eintreten und dort verglühen.

„Wir wussten, dass diese Mission ein hohes Risiko birgt, aber auch große Chancen bietet“, erklärte Shawn Domagal-Goldman, Astrophysiker bei der Nasa. Trotz des Rückschlags habe die Mission wertvolle Erkenntnisse geliefert.

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Sonnenstürme machten Swift zu schaffen

Swift war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden und hat seitdem etwa gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht, sogenannte Gammablitze. Der Satellit war zwar in gutem Zustand, drohte aber abzustürzen, unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden.

Weil Swift laut der Nasa eine „zentrale Rolle in der Strategie zur Erforschung von flüchtigen und unvorhersagbaren Veränderungen am Himmel“ wie diese Gammablitze spielte, entschied sich die US-Weltraumbehörde für eine beispiellose Rettungsaktion.

Millionenschwerer Rettungsversuch

Zusammen mit dem Unternehmen Katalyst Space wurde die Raumsonde Link gestartet. Link wurde für rund 30 Millionen US-Dollar (etwa 26 Millionen Euro) entwickelt und gebaut.

Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten sollte sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungsumlaufbahn zurückbringen. Ein Problem mit der Steuerung von Link machte diesen Plan aber unmöglich.

Weitere Manöver geplant

Stattdessen will die Nasa das Raumschiff nun nutzen, um ein sogenanntes Rendezvous-Manöver mit Swift durchzuführen. Dadurch könnten Technologien für die Zukunft der Satellitenwartung erprobt werden, heißt es.

Bei einem Rendezvous-Manöver nähern sich zwei Raumfahrzeuge im Orbit einander. Solche Manöver erfordern eine exakte Steuerung der Flugbahn und Geschwindigkeit, da die Raumfahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit um die Erde kreisen.

Die Nasa rechnet damit, dass Swift noch in diesem Jahr abstürzen wird. Eine Nachfolgemission ist vorerst nicht geplant. Die Nasa will stattdessen „nach neuen Möglichkeiten suchen, um schnell auf kosmische Ereignisse reagieren zu können“. Welche das sind, gibt die US-Weltraumbehörde nicht bekannt.

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