
Neue Studie
Rentner mit Wohneigentum sind besonders vermögend
17.12.2025 – 12:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Wer im Alter im eigenen Haus lebt, ist in der Regel wohlhabend. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Der Hauskauf ist daher für die Altersvorsorge essenziell.
Wohneigentümer gehören zu den wohlhabendsten Personen in Deutschland. Zu dieser Erkenntnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen. Das Vermögen bildet sich demnach nicht nur durch den Wert der Immobilie selbst, denn Eigentümer sind den Ergebnissen zufolge auch eher in der Lage, zusätzlich Geld zu sparen.
Konkret verfügen Eigentümer in Deutschland im Schnitt über ein Vermögen von 535.800 Euro, Mieter haben hingegen ein Durchschnittsvermögen von 51.100 Euro. Das reine Geldvermögen der Eigentümer liegt bei 119.900 Euro, während Mieter nur 45.100 Euro haben.
Besonders viel sparen dem IW zufolge ältere Eigentümer, also Rentner und Pensionäre. Mieterhaushalte weisen hingegen auch im Alter ein höheres Konsumverhalten auf, sie sparen dadurch weniger.
Doch der Kauf einer Immobilie ist deutlich schwieriger geworden, was jüngere Interessenten strukturell benachteiligt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), die ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht wurde. Junge Immobilienkäufer müssen demzufolge heutzutage doppelt so lange wie die Generation der Babyboomer für den Aufbau des nötigen Eigenkapitals sparen.
In den 1980er-Jahren reichte für die Finanzierung einer Wohnung den Berechnungen zufolge als Eigenkapital für den Kredit das 1,7-Fache des durchschnittlichen Jahreshaushaltseinkommens, heute seien dafür mehr als drei Jahresgehälter nötig. Bei einem Hauskauf habe in den 1980er-Jahren das 3,6-fache Jahreseinkommen gereicht. In der Hochphase des jüngsten Immobilienbooms sei es das Siebenfache gewesen, aktuell sei es immer noch mehr als das Fünffache an Jahreseinkommen.
Die Wirtschaftsforscher sehen den massiv gestiegenen Eigenkapitalbedarf als das Hauptproblem bei der Erschwinglichkeit von Immobilien, dies habe sich durch den Preisboom bei Immobilien sowie die deutlichen Erhöhungen bei den Grunderwerbsteuern ergeben. Die monatliche Belastung durch Zins und Tilgung sei zwar auch gestiegen, aber nicht so deutlich. So mussten Menschen aus der Generation der Babyboomer rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Hypothek ausgeben, bei den Millennials seien es etwa 25 Prozent.
Das bemängelt auch der Verband Privater Bausparkassen. „Mit hohen Erwerbsnebenkosten wie der Grunderwerbsteuer blockiert die Politik den Zugang zu Wohneigentum. Auch im Sinne der Altersvorsorge bedarf es hier einer Reform“, so König.













