Mitarbeiter gestorben

Tödliche Gewalttat in Stade: Region Hannover sagt Feste ab


30.06.2026 – 16:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Blumen liegen nahe einem Gebäude einer Jugendeinrichtung in Stade: In der Einrichtung sind sechs Menschen durch Schüsse gestorben. (Quelle: Kai Moorschlatt/dpa)

Drei Mitarbeiter des Jugendamtes machten sich für ein Hilfsgespräch auf den Weg nach Stade – und wurden dort getötet. Die Region Hannover trauert und verzichtet auf mehrere Veranstaltungen in den kommenden Tagen.

Bei der Gewalttat am Montag starben sechs Menschen: Die Opfer – vier Frauen und zwei Männer – arbeiteten in der Jugendhilfe und beim Jugendamt. Als mutmaßlicher Täter gilt ein 45-jähriger Mann. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass ein Sorgerechtsstreit das Motiv für die Tat gewesen sein könnte.

Unter den sechs Toten der Bluttat in Stade sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Es handelt sich um zwei Frauen sowie einen Mann, wie die Polizeidirektion Lüneburg bestätigte. Sie waren für das Hilfeplangespräch nach Stade gereist, informiert die Region Hannover.

Region Hannover sagt Veranstaltungen ab

Die Region Hannover zeigt sich tief erschüttert und sagt nach eigenen Angaben aus Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen Veranstaltungen, die in den nächsten Tagen geplant waren ab: So informiert der Kommunalverband, dass der Sommerempfang der Wirtschaftsförderung und das Eröffnungskonzert des Kultursommers am 1. Juli ausfallen würden. Zudem sagt die Region die geplanten Roadshow-Termine am 4. Juli in Ronnenberg und am 5. Juli in Laatzen ab. Auch die Regionsversammlung am heutigen Dienstag solle in verkürzter Form stattfinden, heißt es weiter.

Die Region schreibt: „Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten den Familien, Freundinnen und Freunden der Getöteten sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die dieses unfassbare Ereignis verarbeiten müssen.“

Am Dienstagabend findet um 18 Uhr eine Andacht in der St. Wilhadi-Kirche in Stade statt. „Die gestrigen Ereignisse in Stade bewegen auch uns zutiefst“, schreibt die Polizei Stade dazu in einer Mitteilung.

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