Auch ohne Torschützenkönig Lars Gindorf sind die Erwartungen am Tivoli hoch. Dabei können sich die Fans auf das Geschick von Sportchef Rachid Azzouzi verlassen.

Nach der überragenden Rückrunde der Alemannia stellt sich für viele Fans die Frage: Kann die Mannschaft in der neuen Drittliga-Saison auch ohne den abgewanderten Torschützenkönig Lars Gindorf oben mitspielen? Schließlich war er an mehr als der Hälfte der 76 Aachener Tore beteiligt. Am Sonntag starten die Schwarz-Gelben mit einem Heimspiel gegen den SC Verl in der 3. Liga.

Sicherlich gehört die Alemannia in der neuen Spielzeit trotz Gindorfs Abgang zum Favoritenkreis auf den Aufstieg in die 2. Liga. Doch egal, wie der Saisonstart verlaufen wird: Die Fans sollten auf das Können von Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi vertrauen. Denn seit seinem Amtsantritt im August 2025 hat er bei zahlreichen Personalentscheidungen goldrichtig gelegen und den Erfolg zurück an den Tivoli gebracht.

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Spät vom Verein verpflichtet, hatte Azzouzi bereits zum Ende des Transferfensters im Sommer 2025 abgeliefert: Neben Gindorf holte er in kürzester Zeit die späteren Leistungsträger Mika Schroers (21 Tore), Pierre Nadjombe und Marius Wegmann, im Herbst und Winter folgten Mehdi Loune, Petros Bagkalianis, Jonas Oehmichen und Manuel Riemann-Lorenzen. Damit formte er das Gerüst der Erfolgstruppe maßgeblich.

Rachid Azzouzi: Gute Transfers machen Hoffnung auf neue Saison

Nach der Entlassung von Benedetto Muzzicato im Oktober 2025 hatte er zudem Mersad Selimbegovic als Cheftrainer installiert, um die sportliche Talfahrt zu stoppen. Das gelang anfangs nicht wirklich: Die Alemannia überwinterte auf einem Abstiegsplatz, viele Fans zweifelten am neuen Coach. Doch Azzouzi hielt an Selimbegovic fest und ebnete damit den späteren Erfolg. Mit furiosem Offensivfußball stürmte die Mannschaft dann bis auf Platz sieben.

Erfolgsduo: Rachid Azzouzi (l.) und Trainer Mersad Selimbegovic. (Quelle: IMAGO/Thiemo Rudolph)

Auch für die neue Saison hat Aachens Sportchef vorgesorgt: Mehrere vielversprechende Offensivkräfte stießen zur Alemannia, etwa Louis Köster und Ken Izekor. Azzouzis bisheriges Transfergeschick verspricht, dass sie gemeinsam dabei helfen können, Gindorf zu ersetzen. Das macht Hoffnung auf die neue Saison.

Die Alemannia-Fans lässt Azzouzi träumen, ohne zu überdrehen. Er verstehe die Ambitionen auf die 2. Liga zwar, warnt aber davor, nur an kurzfristigen Erfolg zu denken, erklärte der 55-Jährige kürzlich. Für ihn sei die Alemannia ein langfristiges Projekt, dafür wolle er ein nachhaltiges Fundament legen. Sein gewissenhaftes und vorausschauendes Auftreten hilft dem Verein enorm, sich nach den elf langen Jahren in der Regionalliga wieder Stück für Stück als Profiverein zu etablieren.

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