Er trug ihn im TV
Harald Juhnkes Smoking versteigert – neuer Besitzer überrascht
17.10.2026 – 13:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Bühnenoutfit des Entertainers aus dem Jahr 1999 wechselt den Besitzer. Der neue Eigentümer des Stücks steht ebenfalls oft auf der Bühne.
Rapper Sido hat den Smoking des Entertainers Harald Juhnke für 4.000 Euro ersteigert. Die Versteigerung fand im Berliner Einkaufszentrum „Wilma Shoppen“ in Charlottenburg statt, wie aus einer Pressemitteilung des Einkaufszentrums hervorgeht. Der Erlös geht an das Kinder- und Jugendhaus Mariaschutz der Caritas Familien- und Jugendhilfe.
Sido erklärte, warum ihm das Stück so viel bedeutet: „Harald Juhnke war für mich schon immer ein großes Vorbild“, sagte der Berliner Rapper laut der Mitteilung. Was er an Juhnke besonders schätzte, beschrieb er so: „Vor allem seine Berliner Schnauze, sein Humor, seine Authentizität und die Tatsache, dass er trotz aller Höhen und Tiefen immer seinen eigenen Weg gegangen ist.“
Den Smoking trug Juhnke laut seinem langjährigen Manager Peter Wolf im Jahr 1999 bei seiner letzten TV-Show „Typisch Juhnke!“. Juhnke zählte zu den bekanntesten Bühnen- und Fernsehpersönlichkeiten Deutschlands und prägte das kulturelle Leben Berlins über Jahrzehnte. Der gebürtige Berliner wirkte in zahlreichen Shows, Serien, Filmen und Theaterstücken mit, geriet aber auch immer wieder wegen seines Alkoholkonsums in die Schlagzeilen. Im April 2005 starb er an Demenz.
Zweitägiger Kostümverkauf für den guten Zweck
Die Versteigerung des Smokings war der Auftakt eines zweitägigen Kostümverkaufs im „Wilma Shoppen“. Unter dem Titel „Bühnenmagie für Deinen Kleiderschrank“ wurden am Freitag und Samstag rund 3.500 handgefertigte Originale aus Fernsehen, Show, Oper und Theater angeboten. Die meisten Stücke, die unter anderem vom Deutschen Theater Berlin und dem Deutschen Fernsehballett stammen, kosteten zwischen 1 und 99 Euro. Nur einzelne besondere Stücke waren teurer.
Alle Einnahmen fließen ebenfalls an das Kinder- und Jugendhaus Mariaschutz. Die Einrichtung möchte das Geld nach eigenen Angaben nutzen, um finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern, etwa durch Nachhilfe oder Projekte im Bereich Medienbildung.
