Index zu Lebenshaltungskosten

Hier ist München sogar teurer als New York

17.10.2026 – 10:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Metropolen wie München bieten viele Jobmöglichkeiten, aber das Wohnen dort ist teuer (Symbolbild). Besonders bei den Nebenkosten. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

Ein Index sieht München bei Versorgungskosten vor New York, fünf deutsche Städte stehen in den Top 10. Nicht nur die Miete treibt die Kosten.

München liegt bei den monatlichen Versorgungskosten sogar vor der amerikanischen Metropole New York. Im „Working Abroad Index 2026“ der Digitalbank bunq werden für Strom, Heizung, Kühlung, Wasser und Müllentsorgung einer 85-Quadratmeter-Wohnung in München im Schnitt 331 Euro pro Monat genannt. Damit steht die Stadt im weltweiten Vergleich auf Rang sechs – noch vor New York.

An der Spitze des Rankings steht Berlin. Dort beziffert der Index die monatlichen Versorgungskosten für die Referenzwohnung auf durchschnittlich 362 Euro. Auch Köln, Hamburg und Frankfurt gehören demnach zu den zehn teuersten Städten weltweit.

Lebenshaltungskosten in München bei 2.127 Euro

Köln und Hamburg folgen mit jeweils rund 337 Euro pro Monat auf den Plätzen zwei und drei. Frankfurt kommt auf 329 Euro und komplettiert damit die fünf untersuchten deutschen Großstädte in der Spitzengruppe. Insgesamt landen Berlin, Köln, Hamburg, München und Frankfurt damit weit vorn.

Bei den gesamten Lebenshaltungskosten ergibt sich jedoch ein anderes Bild. In München liegen sie laut Index bei durchschnittlich 2.127 Euro im Monat. London kommt auf 3.288 Euro, und New York ist mit 4.068 Euro die teuerste Stadt im gesamten Index.

Versteckter Kostenfaktor schwer zu vergleichen

Versorgungskosten seien oft schwerer zu vergleichen und entpuppten sich als versteckter Kostenfaktor, heißt es in der Analyse der Digtialbank. Deutschland sei dafür ein gutes Beispiel: Obwohl die Mieten in Städten wie London oder Amsterdam deutlich höher seien, würden die Versorgungskosten in Berlin oder München über dem Niveau von New York City liegen.

Der „Working Abroad Index“ erscheint jährlich und erfasst die tatsächlichen Lebenshaltungskosten für Expats, internationale Fachkräfte und ortsunabhängig Arbeitende in Großstädten weltweit. In die Berechnung fließen nach eigenen Angaben neben Mieten auch Ausgaben für Lebensmittel, öffentlichen Nahverkehr, Versorgungskosten, Mobilfunk, Internet und Coworking-Flächen ein.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version