Architekten rechnen mit mehr

Bericht: So teuer wäre die Randbebauung des Tempelhofer Felds

09.07.2026 – 13:50 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Tempelhofer Feld (Archivbild): Das Areal könnte in Zukunft teilweise bebaut werden. (Quelle: Massimo Rodari via www.imago-images.de/imago)

Einem IBB-Gutachten zufolge ist die Randbebauung des Tempelhofer Feldes möglich. Die Kosten werden laut eines Zeitungsberichts auf mehrere Milliarden Euro beziffert.

Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes als „durchführbar und finanzierbar“ eingestuft. Das berichtete der „Tagesspiegel“ am Donnerstag unter Berufung auf eine exklusiv vorliegende Zusammenfassung des IBB-Prüfberichts.

Die Gesamtkosten beziffert die IBB auf rund 7,88 Milliarden Euro – weniger als die von den Architekten veranschlagten neun Milliarden. Den wesentlichen Teil könnten Mieteinnahmen über mehrere Jahrzehnte decken. Nötig sei zudem Eigenkapital von knapp zwei Milliarden Euro.

Über 20.000 Wohnungen sollen entstehen

Grundlage der Prüfung sei ein Entwurf der Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer. Dieser sehe 21.400 Wohnungen für rund 50.000 Menschen vor – angelehnt an die Bebauungsdichte der angrenzenden Kieze in Kreuzberg und Neukölln. Die Mitte des Areals bliebe frei.

Politisch bleibt das Vorhaben umstritten. Ein Volksentscheid hat eine Bebauung des Tempelhofer Feldes bisher ausgeschlossen. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner wolle das Thema der Zeitung zufolge nach der nächsten Wahl in Koalitionsverhandlungen einbringen.

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