Kritik an der Stadt
Vorfall an Kölner Lichter lässt Tierschützer sprachlos zurück
Aktualisiert am 03.08.2026 – 14:08 UhrLesedauer: 2 Min.
„Sollten wir nicht mittlerweile weiter sein?“: Bei den Kölner Lichtern berichten Tierschützer von der erschreckenden Reaktion eines Sicherheitsdienstmitarbeiters – und was sie sonst noch erlebt haben.
Zehntausende haben am Samstagabend die Kölner Lichter genossen – für die Tierschützer des „Teams für Tiere“ bleibt der Abend jedoch mit einem bitteren Beigeschmack in Erinnerung. Die bekannte Organisation, die sich für leidende Tiere in der Region einsetzt, meldete sich am Sonntag mit einer scharfen Kritik an der Stadt Köln.
„Stadt Köln – sollten wir nicht mittlerweile weiter sein?“, beginnt der Beitrag. Dann berichten die Tierschützer, was sie am Abend der Kölner Lichter erlebt haben: Demnach wurde die Organisation kurz nach Mitternacht zu einer verletzten Kanada-Gans auf der Zoobrücke gerufen. Das Tier habe eine größere Menge Blut gespuckt, die Ehrenamtlichen hätten es auf der stark befahrenen Brücke gesichert.
- Debatte um Kölner Lichter: Düsseldorf kann das deutlich besser
Kölner Lichter 2026: „Team für Tiere“ zeigt sich in Bericht empört
Wie „Team für Tiere“ schildert, hätten die Melder zuvor die Feuerwehr Köln kontaktiert – diese sei jedoch nicht ausgerückt, obwohl es beim städtischen Tiertransport eine entsprechende Zuständigkeit gebe. Kurz darauf sei eine weitere verletzte Gans im Rheinpark gemeldet worden. Dort habe der Sicherheitsdienst die Helfer zunächst nicht durchgelassen.
Nach Darstellung von „Team für Tiere“ habe ein Mitarbeiter erklärt, das Tier müsse „halt verrecken“ – das habe die Ehrenamtler „sprachlos“ zurückgelassen. Die Organisation habe dennoch einen Weg gefunden und auch diese Gans versorgt. Eine unabhängige Bestätigung für den Bericht gibt es nicht, die Tierschützer veröffentlichten am Sonntag mehrere Aufnahmen ihres Rettungseinsatzes.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Facebook-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Facebook-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Kritik an Kölner Lichter wegen Zeitpunkt der Veranstaltung
Die Tierschützer kritisieren in ihrem Beitrag zudem den Termin der Veranstaltung: Zwar liege er nicht mitten in der Brutzeit, wohl aber kurz danach – zu einer Zeit, in der viele Jungvögel noch nicht flugfähig und auf ihre Eltern angewiesen seien.
Die Eröffnungssequenz des Abends habe bereits panisch auffliegende Wasservögel gezeigt. Die Organisation fordert von der Stadt mehr Unterstützung für die ehrenamtliche Tierrettung.
Embed
