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Politik

Raketen und Feuerball – Minister nennt Details

wochentlich.deBy wochentlich.de1 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Sehr, sehr ernster Vorfall“

Sabotage nahe Jänschwalde – Minister nennt erste Details

Aktualisiert am 01.09.2026 – 19:19 UhrLesedauer: 3 Min.

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Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (Archivbild): Der CDU-Politiker nimmt zu den Angriffen Stellung. (Quelle: Frank Hammerschmidt/dpa/dpa-bilder)

Sabotage an einem Umspannwerk in Brandenburg: Mit Raketen wird ein Kurzschluss ausgelöst, doch die Stromlage bleibt stabil. Nun werden erste Hintergründe bekannt.

In einem Umspannwerk in der Nähe des Kohlekraftwerks Jänschwalde in Südbrandenburg hat es zwei Sabotageakte gegeben – aber ohne Folgen für die Stromversorgung. „In zwei Fällen ist es gelungen, leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung einzubringen“, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). „In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen.“ Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Das Gelände nahe der Landesgrenze zu Sachsen werde weiter abgesucht, erklärte der Minister. Auch Entschärfer waren vor Ort. Redmann sprach von einer zweistelligen Anzahl weiterer Vorrichtungen, die gefunden wurden. „Wir nehmen den Vorfall sehr, sehr ernst, weil die Art und Weise der Tatbegehung natürlich geeignet gewesen wäre, größere Schäden zu verursachen.“ Das Motiv der Täter war zunächst unklar.

Die Täter sind bisher unbekannt: „Gegenwärtig laufen die Ermittlungen in alle Richtungen“, sagte Redmann. „Wir wissen natürlich, dass es in der Vergangenheit in der Region insbesondere aus dem linksextremen Spektrum Anschläge auf das Stromnetz gab.“ Genauso wenig könne ausschließen, „dass fremde Mächte hinter diesem Anschlag stecken oder Dritte, die wir heute noch gar nicht kennen“.

Klar sei: Es habe sich um ein systematisches Vorgehen gehandelt. „Das Ziel war jedenfalls, durch das leitfähige Material einen Kurzschluss herbeizuführen.“ Das sei in zwei Fällen gelungen.

Ein Feuerball war zu sehen

Gegen 7.30 Uhr am Dienstag war eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung des Umspannwerks festgestellt worden. Spuren wurden nach Angaben der Polizei gesichert. Das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg übernahm die Ermittlungen. „Wir gehen gegenwärtig (…) davon aus, dass mittels eines Treibsatzes leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung gebracht wurde, das dort also reingeflogen ist“, sagte Redmann.

Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefundenVergrößern des Bildes
Polizei vor dem Umspannwerk in Jänschwalde: Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. (Quelle: Frank Hammerschmidt/dpa/dpa-bilder)

Ein Feuerball sei zu sehen gewesen, sagte der Minister. Dabei habe es sich vermutlich um einen Kurzschluss in einer Höchstspannungsleitung gehandelt, der dann ins Erdreich gegangen sei. „Es ist nicht so, dass wir bislang bestätigen können, dass hier ein Sprengsatz detoniert sei.“

Betreiber spricht von Anschlag – Block abgeschaltet

Vor Ort hat die Polizei das Umspannwerk großräumig abgesperrt. Autos und Verkehrskegel versperren die Zufahrt, nur Fahrzeuge von Netzbetreiber und Einsatzkräften dürfen passieren. Das Umspannwerk liegt entfernt in einem Waldgebiet, dazwischen Hochspannungsmasten. Von der Straße aus ist der Tatort nicht einsehbar.

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