Erste Auktion gescheitert

Quartier 206 kommt wieder unter den Hammer – das ist das Mindestgebot

03.09.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Quartier 206 (Archivbild): Das Gebäude in der Friedrichstraße soll versteigert werden. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa/dpa-bilder)

Im April wurde versucht, das Gebäude in der Friedrichstraße zu versteigern – vergeblich. Nun gibt es einen neuen Termin. Es gilt eine Untergrenze für Gebote.

Das Quartier 206 in der Berliner Friedrichstraße soll am 18. September zwangsversteigert werden. Das Amtsgericht Mitte hat den Termin auf 10 Uhr angesetzt. Ein Zuschlag kann laut Gericht nur erteilt werden, wenn mindestens 130,9 Millionen Euro geboten werden – das entspricht 70 Prozent des gerichtlich festgesetzten Verkehrswertes von 187 Millionen Euro.

Es ist der zweite Versteigerungsversuch. Im April war ein erster Anlauf gescheitert: Zwei Gebote gingen ein, das höchste lag bei 40 Millionen Euro. Den Zuschlag konnte das Amtsgericht nicht erteilen, weil das Gebot die damals geltende Mindestgrenze von 50 Prozent des Verkehrswertes unterschritt. Diese Regel gilt auch für den neuen Termin.

Bau- und Unterhaltungszustand „durchschnittlich bis ausreichend“

Das 1996 errichtete Gebäude umfasst laut dem Versteigerungsexposé des Amtsgerichts unter anderem eine mehrgeschossige Einkaufspassage mit rund 8.100 Quadratmetern Einzelhandelsfläche sowie etwa 15.100 Quadratmeter Büro- und Praxisfläche, elf Wohnungen und 262 Tiefgaragenplätze. Den Bau- und Unterhaltungszustand beschreibt das Exposé als „durchschnittlich bis ausreichend“. Es seien „nicht nur unerhebliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Nutzung“ erforderlich.

Das Quartier 206 liegt in der sogenannten Friedrichstadt-Passage. Große Teile des Gebäudes stehen nach Angaben des Nachrichtendienstes seit Jahren leer.

Die Versteigerung findet im Amtsgericht Mitte in der Littenstraße 12–17 statt.

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