„Im Auftrag einer fremden Regierung“

Sabotage-Anschlag? Männer aus Belarus festgenommen

Aktualisiert am 29.10.2026 – 07:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Handschellen eines Polizisten: Zwei Männer aus Belarus wird vorgeworfen, einen Brandanschlag geplant zu haben. (Symbolbild) (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

Zwei Belarussen sitzen in bayerischer Untersuchungshaft. Sie sollen im Raum Nürnberg einen Brandanschlag geplant haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft München hat zwei belarussische Staatsbürger wegen eines geplanten Sabotageanschlags im Raum Nürnberg angeklagt. Die Männer im Alter von 39 und 50 Jahren sitzen seit dem 7. Oktober in Untersuchungshaft. Laut Behörde sollen sie im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung ein Gebäude oder eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur mit Brandbeschleunigern in Brand setzen wollen – gegen Bezahlung. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet.

Das genaue Anschlagsziel war den Angaben zufolge noch nicht bekannt. Der Brand sollte einen nicht unerheblichen Sachschaden verursachen, um nach Darstellung der Behörde „die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden“. Ermittelt wird wegen Verabredung zu einem Verbrechen der Brandstiftung sowie wegen Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelt ist, hat das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übernommen.

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Auch Rumänien verdächtigt die Männer

Parallel läuft gegen die beiden Männer ein Verfahren in Rumänien. Die dortigen Behörden haben Deutschland um die Auslieferung der beiden Belarussen gebeten. Sie bleiben jedoch zunächst hierzulande in Haft. Zum dortigen Verfahren konnte die Generalstaatsanwaltschaft keine Angaben machen.

Nach Informationen des „Spiegel“ ermitteln die rumänischen Sicherheitsbehörden, weil die beiden Belarussen in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der Stadt Brasov (Kronstadt) beteiligt gewesen sein sollen. Dort soll auch ein Rüstungsunternehmen produzieren. Dem Magazin zufolge gehen Erkenntnisse des rumänischen Geheimdienstes SRI auf eine Verbindung zu einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk zurück. Für die Männer gilt die Unschuldsvermutung.

Bereits Mitte Oktober waren in Deutschland zwei weitere mutmaßliche Saboteure festgenommen worden. Sie sollen einen Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen verübt haben.

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