Wirbel beim Champions-League-Sieger
Zwei PSG-Stars geben sich öffentlich nicht einmal die Hand
30.05.2026 – 23:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei Champions-League-Sieger Paris spielen mit Matvey Safonov und Ilya Zabarnyi ein Russe und ein Ukrainer. Sie pflegen einen speziellen Umgang miteinander.
Trainer Luis Enriqué hat es geschafft, aus dem Starensemble von Paris Saint-Germain eine echte Mannschaft zu formen, die nun zwei Jahre hintereinander die Champions League gewinnen konnte. Die Erzählung wäre aber natürlich eine andere, wenn PSG nicht das Endspiel gegen Arsenal London am Samstagabend mit 4:3 nach Elfmeterschießen gewonnen hätte.
Denn genau vor einer Woche verursachte der Umgang von Torhüter Matvey Safonov und Verteidiger Ilya Zabarnyi miteinander reichlich Wirbel. Es wäre beinahe ein Rückfall in eine PSG-Zeit gewesen, bei der das Ego der Spieler größer war als der sportliche Erfolg. Aber so ein Klub ist Paris nicht mehr.
Was war passiert? Vor einer Woche war in einem Video auf Social Media zu sehen, wie sich der russische Torhüter und der ukrainische Verteidiger im Vorfeld eines internen Freundschaftsspiels nicht die Hand gaben.
Laut der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ eine „Vorsichtsmaßnahme“ des Klubs. Man achte seit Saisonbeginn darauf, dass die Spieler bei Einblicken in den Alltag nicht zusammen gezeigt werden. Der Verein soll penibel darauf achten, dass keinerlei gemeinsame Kontakte in der Öffentlichkeit zu sehen sind. Es soll laut „Le Parisien“ jedoch nicht als persönliche Abneigung gesehen werden. Man wolle lediglich vermeiden, dass sie für politische Zwecke instrumentalisiert werden.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
„Ich muss auf professioneller Ebene mit ihm agieren“
Zabarnyi war im Sommer für 63 Millionen Euro vom AFC Bournemouth in die französische Hauptstadt gewechselt und hatte schon damals seine Einstellung klargemacht. „Ich muss im Training auf professioneller Ebene mit ihm interagieren und werde meine Verpflichtungen gegenüber dem Verein erfüllen“, sagte er der „L’Equipe“. Er würde keine „Beziehungen zu Russen unterhalten.“
Im Champions-League-Endspiel stand das Duo nach der Einwechslung des Ukrainers ab der 106. Minute gemeinsam auf dem Feld. Bei den Feierlichkeiten im Anschluss jubelte Zabarnyi mit einer ukrainischen Flagge um die Hüften, während sich Safonov vor allem in seiner Torwartgruppe aufhielt.
In der abgelaufenen Spielzeit kommen sie auf 14 gemeinsame Einsätze.
